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gesetzt auf dem Schauplatz, eine unsterbliche Bürgerin aller Nationen und Zeiten. Deshalb kann ihr weitreichender Blick auch schon von ferne entdecken, wie die Freiheit des Men- schen, die regellos mit dem Weltlauf zu schalten scheint, schliesslich doch am Bande der Notwendigkeit geleitet wird; sie offenbart der Menschheit, dass der selbstsüchtige Mensch niedrige Zwecke zwar verfolgen kann, aber unbewusst vor- treffliche befördert.
b) Die Geschichte lässt sich durch keinen falschen Schim- mer plenden, durch kein Vorurteil der Zeit dahinreissen, son- dern stellt den wahren Massstab für Glückseligkeit und Ver- dienst wieder her, den der herrschende Wahn in jedem Jahr- hundert anders verfälschte: nur das verdient gepriesen und be- wundert zu werden, was in jedem Zeitraume zu dem grossen Naturplan beigetragen hat, die Kräfte des Menschen zu ent- wickeln.
C. Schluss: Aufmunterung. Ein edles Verlangen muss in uns entglühen zu dem reichen Vermächtnis von Wahr- heit, Sittlichkeit und Freiheit, das wir von dem Fleiss und Genie, der Vernunft und Erfahrung der Besten und Edelsten der Vorwelt überkommen haben, auch aus unsern Mitteln einen Beitrag zu liefern, damit wir den ererbten Schatz reich vermehrt an das kommende Geschlecht ausantworten können. Etwas dazu steuern können alle Menschen. Jedem Verdienst ist eine Bahn zur Unsterblichkeit aufgetan, zu der wahren Un- sterblichkeit, wo die Tat lebt und weitereilt, wenn auch der Name ihres Urhebers hinter ihr zurückbleiben sollte.»
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3. Vorrede zur Geschichte des Malteserordens nach Vertot. Jena. 1792.
A. Einleitung: Der Orden der Johanniter ist eine sehr merkwürdige Erscheinung der Epoche der Kreuzzüge,— aus zwei Gründen.
B. Abhandlung: Die Nohanniterritter brachten einem bloss idealischen Gut alle Güter der Sinnlichkeit willig zum Opfer. Ihr Orden war zugleich ein Staat, der auf be- sonderem Wege die Bedingungen zu finden suchte, welche die gesellschaftliche Glückseligkeit gewährleisten.
I. Nur die Herrschaft der Vernunft über die sinnlichen Triebe verleiht dem Menschen Würde; die Willigkeit des Ge- müts sich von übersinnlichen Triebfedern leiten zu lassen, ist


