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Weg zum Verstande und Herzen hat. Wenn wir es erlebten, eine Nationalbühne zu haben, so würden wir auch, wie die Griechen, eine Nation.
Uebergang: Ist damit bewiesen, was bisher 27 el. haft war, dass die Schaubühne auf Sitten und Aufklärung wesentlich wirke, so ist unbestritten, dass sie unter allen An- stalten zur gesellschaftlichen Ergötzung den Vorzug verdiene.
III. Die Bühne gewährt die edelste Unterhaltung.
1. Der durch geistige Arbeit ermüdete Mensch, dessen Sinnlichkeit befriedigt ist, dürstet nach Vergnügungen: von allen möglichen Vergnügungen die edelsten bietet die Bühne.
2. In dieser künstlichen Welt träumen wir die wirkliche hinweg, die uns zu Gram und trüber Laune und Ekel und Seclendruck und nervöser Reizbarkeit gebracht hat: hier werden wir uns selbst zurückgegeben, hier wird das Gleich- gewicht unserer Seele wiedergewonnen.
C. Schluss: Ein Triumph ist es für die Natur, wenn Menschen aus allen Kreisen und Zonen und Ständen, durch eine allwebende Sympathie verbrüdert, im Schauspiel nur der einen Empfindung Raum geben: ein Mensch zu sein.
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2. Was heisst und zu welchem Ende studiert man Universal- geschichte? Eine Akademische Antrittsrede. Jena. 1789.
A. Einleitung: Fruchtbar und weit umfassend ist das Gebiet der Geschichte: in ihrem Kreise liegt die ganze geistige Welt. Es ist keiner unter allen nach Erkenntnis der Wahrheit Strebenden, dem die Geschichte nicht etwas Wich- tiges zu sagen hätte. Wie verschieden auch die Bahnen der künftigen Bestimmung der Studierenden sein mögen, eine Bestimmung teilen alle auf gleiche Weise miteinander, die- jenige, sich als Menschen auszubilden— und zu dem Menschen eben redet die Geschichte. Der Zweck aller Studien kann ein sehr verschiedener sein. Anders ist der Studienplan, den sich der Brotgelehrte, anders derjenige, den der philoso- pnische Kopf sich vorzeichnet.
Dem Brotgelehrten ist es bei seinem Fleisse einzig und allein darum zu tun, die Bedingungen zu erfüllen, unter denen er zu seinem Amte fähig und der Vorteile desselben teilhaftig werden kann: er will nur seinen sinnlichen Zustand ver- bessern und eine kleinliche Ruhmsucht befriedigen. Deshalb


