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alsdann von den Kapellen in Goldhauſen, Ruppach und Oberahr für Meſſen. In Ruppach wurden mit Einwilligung des Meudter Ortspaſtors auch ſonn⸗ und feiertags— ausgenommen an den hohen Feſten— Frühmeſſen geleſen. Goldhauſen und Ruppach beſtritten die Koſten. Die jährlichen Gefälle der Kapelle in Goldhauſen wurden auf 15 Taler, der in Ruppach auf 1 Taler 18 Albus, der in Oberahr auf 30 Heller veranſchlagt. In Meudt beſtand eine geſtiftete Frühmeſſerei, dafür erhielt ſeit d. J. 1780 der von Kur⸗ trier ernannte Pfarrer einen Kaplan.
20. Pfarrei Weidenhahn mit 160 Seelen. Filialen: Arnshöfen„ 71 5 Ewighauſen„ 131„ Hayndorf„ 46„ Kuhnhöfen„ 88„
Plaumhöfen, Niederſayn
und Kuhnhöfen,
eine Gemeinde ausmachend„ 145„ Düringen„ 51„
Weidenhahn war früher Filiale von Meudt; i. J. 1730 wurde es Pfarrort mit den dahin gehörigen Gefällen. Die Kapitalien ſtammten aus Schenkungen und Anniverſarien. Die Kirche hatten die Bewohner als Filiale gebaut. In manchen Punkten galt das bei Beeroth und Hahn Geſagte. Der Kirchhof reichte aus, ohne daß man am„Reihenbegraben“ feſthielt. Kapellen fehlten, ebenſo die Schenkungen. Die EChefrau des Sendſchöffen Heinz zu Haindorf hatte 500 Taler für Einrichtung einer Frühmeſſe geſtiftet, aber dann widerrufen. Auf Grund der Separationsurkunde beſaß der Paſtor von Meudt das Recht, den Weidenhahner Pfarrer zu ernennen.
21. Das Schulweſen. Linz empfiehlt Sommerſchulen auf dem Lande. Filialſchulen könnten erſpart werden, in anderen ließen ſich Sommer⸗ und Winterſchulen einführen. cfr. Unter⸗ ſuchungsprotokolle und Bericht.*)
Fortſetzung folgt im nächſten Programme.
Melchior Thamm.
*) Vergl. M. Thamm, Die Verſuche einer Schulreform im Amte Montabaur unter Clemens Wenzeslaus, dem letzten Kurfürſten von Trier. Gym.⸗Progr. Montabaur 1905.


