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= 39
Nota bekennen die Kirchenmeiſter ³³) den 6ten aprilis 92 noch ahn Korn iahrs
ferner zu empfangen 4 malter 2 echtell, ³6) ahn habern 2 echtell ahn gelt von einer wießen ſo innerhalb 3 iahren verlendt 2 fl.
Die Zech Elſſerskirch, ³*) Nerdorff, ⁸) Bulingen ³⁸⁵)
Hat zuſamen an feurſtedten 25
Der zehenden daſelbſt felt in drei theill, nemlich dem graven von Wied und Steinenbachs erben halb und dem Kirchhern daſelbſt das ander halbtheill.
Item geben iars an ſenthabern 5 malter Coblentzer maß, felt zwei iar ins capittel, ¹⁰) und zum dritten iar unſerm gnedigſten hern ufs hauß Monthabaur
NB. am Rand.
Item die Newer zu Coblentz haben ein hoff z zu Bulingen, thut iars an habern 12 malter, an gelde 2 fl.
Item haben die Steinenbacher auch daſelbſt ein hoff, thut iars an Korn 7 malter, an habern 7 ½ malter und an gelde 1 1½ fl.
Item iunffraw Magdalen von Reiſſemberg wonet zu Welterßpurg hat ein hoff zu Elperskirchen thut iarlichs 4 malter frucht und 8 fl. gelts.
Item ein moele deſelbſt gibt meinem gnedigſten hern iars von waſſergang ½ malter und der Kirchen daſelbſt 1 malter 1 echtel pacht Korns
Item die Kirch zu Elperskirch hat iars infallen an Korn und habern 8 malter frucht, an gelde 20 fl. nnd 6 wagen hew wachs felt dem Kirchhern.
Der heimburger in der großen Zeche hat zu verſehen 7 dörffer, nemlich Ober⸗ und Nieder oitzingen, Lüterode, Moſcheim, Boden, Berſcheid unnd Stude. ¹¹) Haben zuſamen an feurſtedten 72.
Der zehenden zu Oitzingen und Luterode felt dem paſtor zu Elperßkirch halb und das ander halbtheil dem von Wied und Steinenbachs erben.
Die hern zu St. Florin zu Coblentz haben den zehenden zu Moſcheim, Ver⸗ ſcheit, Boden und Stude, wes der iars ertregt nach Gelegenheit.
Seint zwo moelen zu Oitzingen und Luterode geben meinem gnedigſten hern iars vom waſſergangk 2 malter Korns.
Item gibt obgenant groß Zeche den hern zu St. Florin iars an ſenthabern 18 malter.
Item zu Boden ein muel iſt erblich verlauhen thut iars hern Henrich von Eltz ſampl 2 wieſen 6 fl.
³⁵) Die Kirchenmeiſter hatten die Verwaltung der Kapitalien, Güter, Zinſen und Gefälle der Kirche. In
Montabaur wählte der Rat aus der Zahl der Schöffen kurz vor Martini den Kirchenmeiſter.
36) Ein Malter hatte 6, zuweilen 4 Echtel. ³7) Helferskirchen, um d. J. 1200 ſchon als Elperskirch bekannt. Damals war die Weſtſeite der Kirche
Grenze des alten Forſtes Spurchinberg(Spurkenburg).
³s) Nerdorff(Niederdorf). Um d. J. 1500 hatte Iſenburg⸗Wied dort Beſitzungen. ³9) Bulingen beſteht nicht mehr. Früher waren es mehrere Einzelhöfe. Jetzt erinnert noch an Bulingen
die Böhlinger Mühle zwiſchen Niederdorf und Ewighauſen⸗
4⁰) Kollegium der Stiftsherrn. 41¹) Heute Staudt.


