Aufsatz 
Verzeichnus der dörffer, feuerstedt und haupter, auch frembter hern renthen und guldten, in der stat und banne Monthabaur, anno domini 1548 beschrieben und in cantzlei uberschickt
Entstehung
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Horbach an Feuerſtedt 16 1684 Trieriſche 4 Horbach Naſſawiſche 14 Dieß

Dieß hat an Feuerſtedten 2 Nentzingen Trieriſche 1 Kirchähr Naſſawiſche 1 18

Nentzingen Feuerſtedt 2 Trieriſch 1 Steinkeuters 1

Kirchaire hat an Feuerſtedte 2 N or H r Jo Paſtor Herr Johann Trieriſch Schmidts Johann

. Deerr Feuerſtedten 560 Sumnarditn d Der Leut zuſamen 677.

Die Landtſteur, und derſelben erlegung durch den Landtman des Ampts Monthabaur etc. anlangend, volgt von dene 16 Heimburgern gemeinlich dieſer bericht..

Die Belegung ſolicher Steur ſei durch den Amptman und Kelner der Zeit, Juncker Hanß Reicharten von Eltz unnd Jacoben Fock ſelig geſchehen, und einer jeden Zech oder gemeinden(wie die Außteilung derſelben oben erelert) ire benante Suma geſetzt und uferlegt wordenn.

Als nun ein jeder Heimburger ſeinem bevelch nach ſolich quotum von ſeinen Nachparn außgepracht und hieher geliefert, ſei einer jeden Zeche geldt, almale durch denn amptman, Kelner und Petern Kuchenſchreiberts), underſchiedlich gebonden, und mit einem zettelin in ein langen leinen ſack, den ſie darzu ge⸗ habt, gethan worden, da nun ſolich geldt further hien komen, würden auch dieſelbe Zettelin, was ein jegklicher Heimburger jedes Ziel geliefert, zu finden ſein, ſie hetten nach beſchehener überlieferung nit weither darnach gedacht etc.

Wievil aber die gantze suma ſo der Landtman hat erlegen ſollen, ge weſen, dieſelb ſei inen nit angezeigt worden, auch ſeien aller Hern Leibeigenen gleich den Trieriſchen belegt unnd niemals darin außzogen worden.

Der Landtman ſei noch einen Termin ſolicher Landtſteur ſchuldig plieben, darfür haben ſie underthenigſt gepeten, das man ſie in anſehung der beſchwer lichen ungewonlichen dienſte, ſo ſie ettlich mal uffs Haus Erenbreitſtein haben thun mueſſen, damit gnaden verſchonen wölte, dabei ſei es ſeithero plieben, und weither nichts gefordert worden.

Bitten auch nochmals ufs allerunderthenigſt das unſer gnedigſter Chur fürſt und her in gnedigſter Behertzigung der teglichen Froen und dienſte, ſo ſie vor anderen underthanen irer Churf. Gnaden williglich leiſten, auch der bezwenglich teuren Zeit, ſo den gemeinen Landtman munatlich jar hero hart beſtrichenn, dergleichen das eben in mittelſt angeregter Landtſteur, auch die Türckenhilff ingefallen, ſie ſolichs letzten Termins gnedigſt frei gebenn unnd

erlaſſenn welle. Melchior Thamm.

¹⁸) Der Küchenſchreiber legte Rechnung über die Küchenausgaben ab; er nahm auch unter anderem die

Herrenbutter(Maibutter) in Empfang und ſorgte für Aufbewahrung derſelben.