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II. Mitteilungen aus den Verfügungen der vorgeſetzten Behörde.
Verfügung des K. Pr.⸗Sch.⸗K. vom 8. Mai 1905. Es ſollen die Schüler auf eine miniſterielle Bekanntmachung über die preußiſchen höheren und niederen Maſchinenbauſchulen hingewieſen werden.*)
Miniſterial⸗Erlaß vom 14. November 1905. Vom 1. April 1906 an verbleibt bei jedem Übergange eines Schülers von einer höheren Lehranſtalt an eine andere— ſofern nicht⸗ Schulſtrafen den Anſtaltswechſel veranlaßt haben— das für das betreffende Vierteljahr gezahlte Schulgeld der erſteren Anſtalt; an die zweite braucht für dieſes Vierteljahr kein Schulgeld entrichtet zu werden.
Miniſterial⸗Erlaſſe vom 6. Dezember und 23. Dezember 1905 enthalten neue Be⸗ ſtimmungen über die Zulaſſung zur Forſtverwaltungslaufbahn.*)
Verfügungen des K. Pr.⸗Sch.⸗K. vom 16. Dezember 1905 und 5. Januar 1906. Es wird die allmähliche Einführung der lateiniſchen Grammatik von H. J. Müller, Ausgabe B., des lateiniſchen bungsbuches von Oſtermann⸗Miller, Teil V., der kurz gefaßten griechiſchen Schul⸗ grammatik und des griechiſchen Übungsbuches Teil I und II von Kägi genehmigt.
Verfüggung d des K. Pr.⸗Sch.⸗K. vom 7. Januar 1906. Die Ferienordnung lautet:
Oſterferien von Sonnabend, den 7. April bis Dienſtag, den 24. April kexcl.), Pfingſtferien von Freitag, den 1. Juni 4 Uhr bis Dienſtag den 12. Juni(excl.), Sommerferien von Freitag, den 13. Juli 4 Uhr bis Dienſtag, den 14. Auguſt(excl.), Michaelisferien von Sonnabend, den 29. Sept. bis Freitag, den 12. Okt.(excl.), Weihnachtsferien von Sonnabend, den 22. Dezember 1906 mittags bis Diens⸗
tag, den 8. Januar 1907(excl.), Oſterferien 1907 von Sonnabend, den 23. März bis Dienſtag, den 9. April(excl.).
Miniſterial⸗Erlaß vom 12. Februar 1906. Die Schüler ſind wiederholt vor Unachtſam⸗ keit oder leichtſinnigem Wagemut beim Herannahen von Automobilen zu warnen.
Verfügung des K. Pr.⸗Sch.⸗K. vom 8. März 1906. Die Schüler ſollen für jeden Schultag einer vom Direktor zu beſtimmenden Woche ſchriftlich angeben, wieviel Zeit ſie zur Erledigung ihrer Aufgaben gebraucht haben.
III. Zur Geſchichte der Schule.
. Das neue Schuljahr begann am 2. Mai. Am vorhergehenden Tage wurden die ange⸗ meldeten Schüler, welche nicht von einer berechtigten Anſtalt kamen, geprüft.
Mit Beginn des Sommerhalbjahres ſchieden zwei Mitglieder aus dem Lehrerkollegium. Oberlehrer Theodor Becker, der mehr als 10 Jahre mit großer Pflichttreue am Kaiſer Wil⸗ helms Gymnaſium gewirkt hatte, ſiedelte an das Limburger Gymnaſium über, und Hilfslehrer Neuh an s folgte als Oberlehrer einem Ruf nach Alteneſſen.
*) Nähere Auskunft erteilt auf Befragen der Direktor.


