Schulkollegium zu Kassel: Witte, Prof. Dr., die Erneuerung der Wittenberger Schloss- kirche; Jahrbuch für Jugend- und Volksspiele Jahrg. 1894. Von der Verlagsbuchhandlung Velhagen& Klasing: Rossmann und Schmidt, Lehrbuch der franz. Sprache. Ferner: Zeitschrift des Vereins für Hess. Geschichte etc. Jahrg. 18092, 1893, 1894 und Mitteilungen des Vereins 1891, 1892, 1893.
B. Sammlung von Unterrichtsmitteln: I. Angeschafft wurde: Handtke- Diesener, Karte von Hessen-Nassau; Dronke, Wandkarte der Erde; Schade, Wandkarte von Europa; Wagner, Umrisskarte; ein Gasbrenner mit verstellbarem Charnier; ein Gas- brenner, vierflammig; 3 Meter Gummischlauch; Metamorphose von Cetonia aurata, II. Geschenkt wurde von Herrn Fabrikant Zeuch dahier: ein getigerter Hai; von Herrn M. Hammerschlag-Franktfurt: 4 Sorten Asbest; von Herrn Lehrer Schmeisser: eine Indianermütze aus Pflanzenfaser hergestellt.
Für die der Schule überwiesenen Geschenke beehrt sich der Unterzeichnete im Namen der Anstalt geziemenden Dank zu sagen.
VI. Stiftungen und Unterstützungen für Schüler.
Das Schulgeld war ganz erlassen 11 Schülern, halb 3 Schülern, so dass die Summe des Schulgelderlasses 1160 Mark betrug.
An der Schule besteht jetzt eine Stittung, welche von früheren Schülern aus Anlass der Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt im Herbste 1890 begründet worden ist, die Jubiläumsstiftung. Die Zinsen eines Kapitals von 2000 Mark sollen würdigen Schülern der Anstalt ohne Unterschied der Religion eine Beihülfe zum Schulgelde oder zur Beschaffung von Lehrmitteln gewähren. Dieselben sind Ostern vorigen Jahres zum ersten Male zur Verteilung gekommen. Es erhielten je 18 Mark die Schüler: Adolf Reyer aus Real-Quinta; Otto Böhm aus Gymnasial-Quinta; Rudolf Brinkmann aus Gymnasial- Quarta; Karl Ronsheim aus Realgymnasial-Untertertia; Emil Holzapfel aus Realgymnasial- Obertertia und Erich Schäfer aus Realgymnasial-Untersekunda.
Im Jahre 1893 ist von dem Kreisausschuss für die Friedrich-Wilhelms-Schule die Summe von 200 Mark bewilligt worden, um die Einführung der Jugendspiele an der Anstalt zu fördern; zugleich ist von demselben ein Fonds von eintausend Mark gegründet worden mit der Bestimmung. dass die Zinsen dieses Fonds alljährlich zur Neu- beschaffung bezw. Ausbesserung von Gerâten für denselben Zweck verwendet werden, wenn die Nothwendigkeit dafür vorliegt. Der Unterzeichnete hat daraus als Zinsen für 1893 die Summe von 20,41 und für 1894 die Summe von 35,61 Mark empfangen. Aus der so erhaltenen Summe von 256,02 Mark sind die Spielgeräte für die Jugendspiele, im besonderen Bälle von Gummi und Leder, Schleuder-, Stoss- und Treibbälle, Gestelle, Wurf- speere, Bogen und Pfeile, Scheiben, Stäbe, Hämmer und ein Cricketspiel beschafft worden. Zur Verwendung bleiben noch für den kommenden Sommer 42,87 Mark, so dass also von obiger Gesamtsumme 213,15 Mark aufgewendet worden sind.


