Aufsatz 
Einführung des Direktors
Entstehung
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dem Aussichtsturm auf der Plesse wurde längere Rast gemacht, worauf der Abstieg die fröhliche Schaar gegen Mittag dem gastlichen Wannfried zuführte. Hier bot sich während des mehrstündigen Aufenthalts Gelegenheit, die vom Wandern noch nicht ermüdeten Glieder durch Jugendspiele weiter zu üben. Dann wurde der Rückweg auf dem linken Ufer der Werra gewählt.

Die Schüler der Realquinta brachen vormittags gegen acht Uhr auf, erstiegen den Hundsrück, marschierten nach kurzer Rast nach dem Hundsrück-Försterhaus und von hier durch das Rosenthal nach Schlierbach-Forsthaus, welches etwa halb zwölf Uhr erreicht wurde. Hier stärkte sich die Klasse durch Speise und Trank und erholte sich bei Gèsang nnd Spiel von dem ziemlich anstrengenden Marsche. Um vier Uhr wurde zusammen mit der Vorschule, welche auch nach dem Schlierbach gekommen war, der Rückmarsch nach der Stadt angetreten, und um halb sechs Uhr war alles wieder fröhlich daheim. Die drei Vorschulklassen begannen ihren Abmarsch nach neun Uhr vormittags. Einige Angehôrige der Kleinen schlossen sich an. Um dreiviertel elf war nach einem leichten Sprühregen das Berghaus bei Aue erreicht. Hier fanden auf dem freien Platze, nachdem das Frühstück eingenommen, Jugendspiele statt. Um halb eins führte der Klassen- lehrer die kleine Gesellschaft durch den Wald nach dem Forsthaus Schlierbach, wo nun der Nachmittag bis zur Rückkehr nach Eschwege unter allerlei Spielen und Belustigungen mit der Realquinta zusammen schnell genug verrann.

Das Sedanfest wurde am 1. September durch einen Auszug der ganzen Schule nach dem Schlierbach begangen. Um 2 Uhr mittags fand unter Voraustragung der Fahne der Ausmarsch statt; Eltern der Schüler und Freunde der Anstalt schlossen sich an. In einer Stunde war das Ziel érreicht. Nach einer Erholungspause machten die Schüler der ersten Turnabteilung Freiübungen. Darauf hielt der Direktor vor den ver- sammelten Zöglingen eine Ansprache, wies hin auf den Sedantag als einen Tag der Erinnerung an die grossen Opfer und der Besinnung auf die bleibenden Errungen- schaften, welche der Krieg von 1870/71 zur Folge gehabt hat, hob treue Pflichterfüllung hervor als das Mittel, das Errungene zu wahren und zu mehren, und schloss mit einem Hoch auf Se. Majestät den deutschen Kaiser. Nach dem Gesange der Kaiserhymne trugen einige Schüler patriotische Gedichte vor und der Chor sang mehrere Lieder. Danach wurden turnerische UÜbungen an Geräten vorgeführt, welche zu dem Zweck mitgeführt worden waren; dann vergnügten sich die Schüler an Jugendspielen. Um halb 7 Uhr ward der Rückmarsch angetreten; am Kriegerdenkmal, schon in der Abenddämmerung, wurde Halt gemacht und in mehrstimmigem Chorgesange Beckers Rheinlied»Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein« vorgetragen. Darauf löste sich der Zug auf.

Der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde am 26. Januar in folgender Weise gefeiert. Nach dem gemeinsamen Gesange des Chorals»Lobe den Herren« und einem von dem Direktor gesprochenen Gebet(aus Psalm 21) sang der Schülerchor:»Domine, salvum fac regem« von L. Erk. Darauf folgten die Vorträge der Schüler Alfred Schäfer aus der 2. Vorschulklasse:»Hoch das Kaiserhaus« von Dieffenbach; Alfred Katzenstein aus der 1. Vorschulklasse:»Gruss an Kaiser Wilhelm« von M. Nikolaus; Rudolf Reitz und Ernst Levy aus Sexta:»Gespräch im Himmel« vom