Aufsatz 
Einführung des Direktors
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2)7 (festang. M. 86); 7) Oberlehrer Dr. Krull, seit O. 1887(festang. 1. Jan. 88); 8) Oberlehrer Dr. Voigt, seit O. 1888(festang. M. 88); 9) Oberlehrer Dr. Garthe, seit M. 1886(testang. O. 90); 1⁰) Lehrer Tassius, seit O. 1868(festang. O. 57); 11) Zeichenlehrer Troll, seit M. 1876(festang. Mai 77); 12) Lehrer Schmeisser, seit 1. Juli 1876(festang. 1. Aug. 78) und als Hülfslehrern 13) kath. Pfarrer Bermoser, seit 1. Dez. 1892, und 14) Turnlehrer Engelhardt, seit M. 1893. 3

UÜber den Lebensgang des Unterzeichneten ist folgendes zu berichten. Georg Otto Arndt, geboren im März 1853 als Sohn eines Gutsbesitzers bei Friedeberg in der Neumark, Provinz Brandenburg, evangelisch, wurde auf dem Königlichen Friedrichs-Gymnasium zu Frankfurt a/Oder vorgebildet, studierte in Heidelberg und Berlin von Ostern 1872 bis O. 1875 neuere Sprachen und Deutsch; besuchte dann ein halbes Jahr die Universität Lausanne in der fragzösischen Schweiz, ging im Winter nach Paris und von da nach London, wo er ein viertel Jahr an einer Privatschule, und nach Kilkenny in Irland, wo er ein halbes Jahr am College als Lehrer thätig war. Darauf kehrte er zur Fortsetzung seiner Universitätsstudien nach Deutschland zurück und legte im März 1878 zu Bonn die Staatsprüfung ab, nachdem er das Jahr vorher die philosophische Doktorwürde erworben hatte. Das pädagogische Probejahr erledigte er am Realgymnasium zu Frankfurt a/Oder, war darauf Hülfslehrer an dem Königl. Realgymnasium in Berlin und wurde Michael 1879 an der Realschule in der Altstadt in Bremen fest angestellt. Seit Michael 1885 Oberlehrer an der Königlichen Ober-Realschule zu Gleiwitz in Oberschlesien, wirkte er daselbst acht dreiviertel Jahre, bis derselbe vom 1. Juli 1894 an zum Direktor der Friedrich-Wilhelms-Schule in Eschwege berufen wurde. Im Druck erschienen sind von demselben, ausser mehrfachen Beiträgen in Fachzeitschriften, die Doktordissertation»UÜber die altgermanische epische Sprache«(1878), eine Flugschrift »Gegen die Fremdwörter in der Schulsprache«(1885 und 86) und»Friedrich Rückert, ein Beitrag zur Feier deutscher Dichter«(1893).

Am 9. August fand ein Tagesausflug der ganzen Schule in drei Abteilungen unter Führung der Klassenlehrer statt. Die oberen Klassen, Tertia und Sekunda, fuhren mit dem Frühzuge nach Allendorf-Sooden. Dort begann die Wanderung. Zunächst wurde über die Westerburg der Rosskopf erstiegen, der sich aus den Bergen auf der linken Seite der Werra erhebt und der von dem kürzlich errichteten Aussichtsturm eine herrliche Rundschau und weite Fernsicht bot. Von hier ging es in steilem Abstieg hinab in das Oberrieder Thal, von wo noch die Hôhle bei Hilgershausen besucht wurde. Durch das Thal hinab wanderte dann die Schaar, die Werra überschreitend, dem Endziel des Ausfluges zu, der Burgruine Hanstein. Von der Zinne des Turmes und den Fenstern des Rittersaales bot sich auch hier dem Blicke eine lohnende Aussicht in das prächtige Werrathal mit seinen reichen Fluren und grünen Wäldern, und in dem erneuerten Saale der Burg ward dem Munde die ersehnte Erquickung zu teil. Der Rückweg ging über die Teufelskanzel nach Allendorf, von wo die Ausflügler erst spät, ein Teil mit der Eisenbahn, eéin anderer nach weiterem tüchtigen Marsche, die Heimat erreichten.

Die Quartaner, Gymnasial-Quintaner und Sextaner fuhren mit dem ersten Zuge nach Geismar und stiegen von da auf dem steilen Pfade zum Hülfensberge hinan. Leider gestattete das vorläufig noch trübe Wetter keinen freien Ausblick von der erklommenen Höohe, sodass nach Besichtigung der oben stehenden Kirche bald der Abstieg angetreten wurde. Nun ging es zwischen Bebendorf und Dôringsdorf hindurch zum Hofe Keudelstein, von wo der Weg wieder bergauf zur Keudelkuppe führte. Da nach Er- reichung der Hôhe endlich auch die Sonne hervortrat, konnte während der bequemen Weiterwanderung auf dem die Keudellkuppe und Plesse verbindenden Kamme ein jeder

Auge und Herz an den sich mannigfach bietenden Blicken ins Werrathal erquicken. Bei 4*