Aufsatz 
Orion der Jäger : ein Beitrag zur semitisch-indogermanischen, besonders zur deutschen Mythenforschung / von ... Suchier
Entstehung
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verbundenen Jolaus und Jole, Meleagers Mutter Althäa und die den kretiſchen Zeus nährende Amalthea(zuſammengeſetzt wie Amazonen), Eleatas, ein Sohn Lykaons, Elatos(ein von Hera⸗ kles getödteter Kentaur, ein Lapithenfürſt und ein Sohn des Arkas), Enyalios, die ſemitiſchen Götter⸗ namen El, Allat, Alitta, Eliſſa, der Trojaner Jlos ³⁴), wovon Ilium, und Romulus Mutter Ilia, endlich Hercules*), etruskiſch Hercole, ägyptiſch Harhello, phöniciſch Archal(Movers p. 432) und Ariel s).

Die deutſche Frau Gaude findet ſich in Thracien und Griechenland wieder als Kotys, eine Göttin, 8 die wie Kybele durch lärmende Aufzüge auf den Bergen, Gelage und Ausſchweifungen, verehrt wurde ⁵⁹).

ben und verbrannten. Als darauf eine Peſt ausbrach, that Athene den Ausſpruch, dieſe werde nicht eher enden, bis die Seelen jener Jungfrauen geſühnt, der Athene Hellotis ein Heiligtum errichtet und Spiele eingeſetzt ſeien. Vgl. oben die Sage von Orions Töchtern. Wichtig iſt auch, daß der Hellotis zu Ehren ein Fackellauf ſtattfand.

66) Ilos baute für das Bild der Pallas, das drei Ellen hoch war, in der Rechten einen Speer, in der Linken Rocken und Spindel trug(ſ. n. 15), einen Tempel; als derſelbe abbrannte, rettete er das Bild, wurde aber, weil das⸗ ſelbe von niemand geſehen werden durfte, blind(wie Phineus, ſ. auch u. 58); doch verſöhnte er nachher die Göttin und erhielt das Geſicht wieder. Vgl. oben p. 6.

67) In Hereules ſind zwei Götternamen verbunden, Her und KRal. Solche Zuſammenſetzung iſt öfter wahrzunehmen, ſo in den Wörtern Belates Pelates Philottos(d. i. Bel Attis), Kolyttos, Hellotis, Eleatas, Kalydon und Keladon (Kal und Adon), am augenſcheinlichſten in Elattonos, der auch Baton hieß.

68) Die Zuſammenſtellung ließe ſich noch durch viele andere Namen bereichern. So ſcheinen die Volksnamen Gallier, Galater, Kelten, Chaldäer, Hellenen, die Landſchaft Elis, der Hermesberg Kyllene hierher zu gehören; die ſchotti⸗ ſchen Kaledonier finden ſich wieder im griechiſchen Kalydon. Die Nebenformen Wales und Cornwallis(welſch) weiſen auf ein früheres Digamma hin, und ſo dürfen wir auch die gothiſchen Balten, die Berge Pelion, Pallene, Pelorus, Palatinus hinzunehmen. Eine ganze Reihe mythologiſcher Bezeichnungen ſchlöße ſich nun an; hier nur die wichtigſten: Baal Bel Bol, Balios(Beiname des Dionyſos), Bellexros(Bellerophontes erhält von Oneus einen Gürtel Hom. Jl. VI, 219), Bellona; Palamedes, Palämon, Pallas, Peleus, Pelias, Pelops, Pylades; Philottos(auf der Jagd von Thieren zerrißen), Philyra(Chirons Mutter), Philoktet, Philonome(ſ. n. 87), der Kentaur Pholos, der däniſche Palnejäger, die deutſchen Götternamen Phol und Baldur. Ob nicht auch die Bezeichnungen: der wilde Jäger, Weltjäger, Waldfrau hierher zu ziehen ſind, wie Walhalla und Walkyre? Als s ließe ſich das Digamma finden in dem indiſchen Salja(der Karnas Wagen ſo führt, daß er im Sumpf verſinkt), den römiſchen Saliern(Marsprieſter), den Selloi genannten Prieſtern in Dodona, in Silen, woraus lat. Silvanus wie Silvia= Ilia, Sylea(Mutter des zu den iſtmiſchen Spielen gehörenden Fichten⸗ beugers Sinis) und dem weinbauenden Syleus, den Herakles erſchlug(Nitſch myth. Wört. 1 p. 835). Über die urſprüngliche Bedeutung des in Rede ſtehenden Stammes läßt ſich natürlich nur unſichere Vermutung wagen. Die vielen daraus mit mehr oder weniger Gewisheit herzuleitenden Formen laßen ſich dem Hauptbegriff Stärke oder Größe unterordnen. So heißt ſskr. u. perſiſch pala(vali Fürſt) und hebr. el; daran reihen ſich valere, validus, befehlen, walten, wild, engl. bold(Witzbold, Raufbold u. a.), gelten, Held, 71048 09, bellum, Walſtatt, Wall, Wille, viel, 6108, salus, heil, ⁴νν balaena Walfiſch, die Wörter der Tonſtärke wie ſskr. kalaba, hebr. kalah, αειν, calare, gallus, gellen, hallen, vielleicht auch wallen, quillen, ſchwellen, Keil, Beil, calidus und ſein Gegenteil kalt, altus mit dem deutſchen alt(koptiſch hello). Hohen Grad des Lichtes(wie des Tones) bezeichnet unſer hell, vielleicht auch Gold, das gr. 9œ⅞. u. 9 4(Jacobi v. Belinus), und ſo möchte es von der Lichtſtärke und der Größe zu⸗ gleich zu erklären ſein, wenn wir außer Orion ſowol die Sonne 4⁴ιι vol Bela Belis Belenus, ſ. Jacobi) wie den Mond(oε³ν Helena, Helle?, nach dieſer Wurzel benannt ſehen.

69) Beſonders wichtig iſt die Angabe, bei den ſiciliſchen Kotyttia ſeien Kuchen und Nüße an Baumzweigen aufgehängt