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wird. Ein Beweis für Undichtheit ist es, wenn bei offenem Hlaupthahn und geschlossenen Nebenhähnen die Gasuhr sich weiter bewegt. Wenn bei mehreren Schülern einer Klasse plötzlich Kopfweh auftritt, ist es angezeigt, die Gasleitung untersuchen zu lassen. Brauchbare indirekte Beleuchtung lässt sich bisweilen einfach durch Um- kehrung der Lampenschirme herstellen.
6. Körperpflege.
In den Turnhallen ist die Gefahr der Staubinfektion grösser als sonst, denn einerseits wird der hier reichlich vorhandene Staub massenhaft aufgewirbelt, andererseits ist die Atmung ausserordentlich gesteigert, der Staub und etwa darin ent- haltene Keime können also in die innersten Teile der Lungen(Lungenspitzen) gelangen. Das Turnen in den Hallen erscheint daher für die Gesundheit so bedenklich, dass man ärztlicherseits wiederholt geraten hat, es ganz aufzugeben.
Jedenfalls sollten die Turnhallen so wenig als möglich benutzt werden. Das sonst so vorzügliche Stauböl kann hier kaum abhelfen, da für Turnhallen die wenn auch nur mässige Glätte des Bodens, welche das Stauböl erzeugt, doch zu gefährlich ist. Vor dem Eintritt in die Halle müssen die Schüler ihre Schuhe natürlich gründlich reinigen, in der Halle selbst sind nur Turnschuhe zuzulassen. Das Jahn'sche einfache Turnen im Freien ist vielfach in das Spiess'sche Kunstturnen in staubigen Hallen ver- kehrt worden.
Dauerübungen, Bewegungsspiele, Marschieren, Laufen sind besonders ge- eignet, die körperliche Entwickelung zu fördern. Ordnungsübungen dürfen nicht übertrieben werden, da sie auch das Gehirn stark in Anspruch nehmen. Beim Spiel sollen die Schüler möglichst sich selbst überlassen bleiben, der Lehrer soll nur soviel als unbedingt erforderlich eingreifen.
Sport. Uebertriebene sportmässige Körperübungen, Radfahren, Rudern, Berg- steigen usw. können Erkrankungen des Hlerzens und der Nieren hervorrufen. Gleich- zeitiger Alkoholgenuss begünstigt solche Erkrankungen. Während der Fahrt, des Marsches usw. soll man möglichst wenig essen und trinken(Schokolade, schwarzer Kaffee), kräftige eiweisshaltige Nahrung dagegen erst nach eingetretener Ruhe ein- nehmen, weil das Herz sonst allzusehr belastet wird. Beim Radfahren insbesondere ist der krumme Sitz durchaus gesundheitswidrig.
Baden soll man möglichst täglich, aber nur kurz, nicht bei einer Wasser- temperatur unter 18⁰ C., am besten morgens oder abends, nicht sogleich nach dem Essen und nicht erhitzt, nach dem Herausgehen sich kräftig abreiben und rasch an- ziehen. In verunreinigten Flüssen zu baden ist gefährlich(Typhus).
Bei Ausflügen sollen die Feldflaschen mit schwarzem Thee oder Kaffee gefüllt werden, dagegen nicht mit Wein oder gar Likör. Da verschiedene körperliche Zustände, z. B. Blutarmut, Herzfehler für die Befreiung vom Turnen wesentlich sind, aber nicht so selten unerkannt bleiben, wäre schon aus diesem Grund ärztliche Unter- suchung aller Schüler zu Beginn des Schuljahres dringend wünschenswert.
7. Das Schreiben.
Beim Schreiben darf der Oberkörper nicht vorgebeugt werden, die Brust muss zwischen Augen und Schrift einige Centimeter vom Tischrand entfernt bleiben, die Ent- fernung soll nicht weniger als 30 cm betragen, die Ellenbogen dürfen nicht zu weit vom Körper abstehen, auf einige Minuten soll das Schreiben öfter unterbrochen und dabei


