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dieser Art der Ernte zu verstehen, sowie Kora ²*) von der gewöhnlichen Ernte Oyoa heisse. Andre leiten das Wort von νο her und erklären Oygetrdg als Jäger, entweder als Kriegsgott, der die Menschen auf dem Schlachtfelde erjagt, oder im Hinblick auf die Hascherin Kora zu Lebedea ²³) als den die Sterblichen erjagenden Unterwelts- und Todes- gott. 3*) Einen Namen, der so viele Deutungen zulässt, wage ich nicht zur Aufzeigung des Characters des Ares zu verwenden; nur das, glaube ich, kann man aus der Notiz, dass die Dioskuren sein Bild aus Kolchis, also von der minyeischen Argonautenfahrt heimge- bracht haben sollen, schliessen, dass dieser Cult mit den einst in Lakonika ansässigen Minyern zusammengchangen hat, und dass der Name Oyoeirag, ebenso wie nach dem Zeugnisse des Pausanias*s) der der Athene Oyoa in Sparta, in Verbindung steht mit Oijoas. dem thebanischen Aegiden, der die Minyer aus Lakonika nach Thera hinüberführte. Auch die Gencalogie, wonach Ares statt des Oineus(des Weinmannes) mit Althaia (der Nährerin= Amaltheia, von dνι⁶σ, ⁶ee= alere) den Meleagros, dessen Name auf Ackerbau hindeutet, erzeugt haben soll,*6) enthält keinen sicheren Beweis für die segenbringende Natur des chthonischen Ares; denn es ist möglich, dass erst nachdem Meleagros zu einem grossen Kriegsheros umgebildet worden war, Ares als Kriegsgott ihm zum Vater gegeben wurde. 5 ef—.— 9. Viel mehr tritt die furchtbare, verderbliche Seite des chthonischen Gottes hervor, und zwar besonders in der mythischen Geschichte Thebens. Die Gegend um Theben war ein sumpfiges Land und, wie die ganze Umgebung der Kopais, hiufigen Ueberschwem- mungen ausgesctzt. Die über den versumpfenden Gewässern brütende Nebelluft. erzeugte Krankheit und Seuchen.*⁷) In alter Zeit, wo die Wälder noch nicht ausgerodet und den sumpfigen Niederungen noch kein Abfluss der Gewässer geschaffen war, muss das Clima noch viel verderblicher gewesen sein; darum finden wir schon in den Mythen über die ältesten Zeiten Kunde von Pest und Seuchen, die das Land heimgesucht haben sollen. So wurden nach Pausanias ²⁵) die ältesten Bewohner der Thebais, die Hektenen, durch eine Pest vertilgt; das Haus des Amphion ward durch eine Pest verödet,**) was der Mythus so ausdrückte, dass Apollon, der Pestgott, mit seiner Schwester Artemis die 14 Kinder desselben erschoss. Auch zur Zeit des Oidipus war die Pest eine grosse Plage des Landes. Mit den todbringenden Seuchen war auch gewöhnlich noch Dürre, und Miss- wachs und Hungersnoth verbunden. ¹⁰°) Solches Unglück wurde dem Zorne der chthoni-
9²) Zu Lebedea, Paus. 9, 39, 3.
2³) S. Preller Demeter u. Perseph. p. 172.
9*) D. Müller Ares p. 89.
⁰⁵) Paus. 3, 15, 4. 5.
2⁰) 8. Welcker zu Schwenck 1. 1. 3 1 4*
*7) Ueber die häuſigen Seuchen Böotiens s. Müller Orchom. p. 72. Die dort angeführten Beispiele könnten noch um manches vermehrt werden.„ 5b e e en
96) Paus. 9, 5, 1. 0* 6 1.8* 3
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*⁰) Paus. 9, 5, 5.»» αο‿ ρ 101H⁵ε ſOucos. 905
¹0°) Hygin. f. 67. Iuterim Thebis sterilitas frugum et penuria incidit ob Oedipodis scelera. interrogatusque Tiresias, quid ita Thebae vexarentur, respondit, si quis ex draconteo genere superesset et pro patria interiisset, pestilentia liberaturum. 6 lot


