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Tempel der Semnä am Areopag,*³) ferner zu Theben unfern der Aresquelle die Sehlueltt des Aresdrachen, in welche sich Menoikeus als Opfer des Ares stürzte 730) sie ist 2u ver- gleichen mit der Drachenhöhle zu Delphi, in deren Nähe sich die Quelle Delphusa oder Styx befunden haben muss. Am Tilphossion hatte der zürnende Apollon der Quelle Til- phossa steiniges Bett mit einem Felsblock überdeckt, so dass die Quelle sich unter die Erde in ein xdoονα verlor. 8¹) Am Onkeion zu Thelpusa wird keine solche Hölile erwuhnt; es scheint übrigens, dass hier eine ühnliche Oertlichkeit war, wie zu Phigalia, wo Démeter Melaina in einer Höhle, in deren Nähe eine Quelle kalten Wassers, verehrt wurde. ³²)
Wir fügen zum Schlusse noch eine ähnliche Cultusstätte in der Todtenstadt Hermione an. Nach Pausanias ³³) war dort auf dem Pron, was soviel bedeutet als Kolonos und Onkos, der Tempel der Demeter Chthonia und dem gegeniber ein Tempel des Klymenos, d. h. des Hades, wie Pausanias selbst erklärt, 8⁴) und neben diesem, in wéelchem sich ein vyie X⁴οανμα befand, stand noch ein Tempel und ein Bild des Ares.*))
7. Stellen wir endlich die Resultate des Bisherigen zusammen. Wir haben gesehen: Ares erzeugte mit Demeter Erinys den kadmeischen Drachen, ferner mit derselben Demeter den Areion, mit Athene Tritaia den Melanippos, mit Athene Aglauros die Alkippe. Da diese Gottheiten, mit denen Ares in Verbindung steht, chthonischer Natur sind, so muss wohl Ares selbst ein chthonisches Wesen sein, ein Schluss, der dadurch bestätigt wird, dass der ganze Kreis von Gottheiten, welche an den zu unserer Untersuchung herbeige- zogenen Orten auftreten, von demselben chthonischen Charakter ist, und dass diese Reli- gionsstätten durch ihre örtliche Eigenthümlichkeit chthonische Bezige liaben. Also: AEGG war ein chthonischer Gott. Dieser Satz, den wir aus der Verbindung des Ares mit andern Gottheiten gezogen, wird, wie wir hoffen, in dem Folgenden noch eine weitere Bestätigung finden. Leni bun fDuR. 3 8e d 8. Indem wir nun den Character dieses alten chthonischen Ares näher zu bestimmen suchen müssen, ist zunächst ein Blick auf die Natur der chthonischen Götter überhaupt zu werfen und zu erwägen, dass diese in der dunkelen Tiefe der Erde, aus der alles Leben heraufsteigt und in die alle Blüthe und Kraft wieder hinabgezogen wird, waltenden Göott- heiten auf zwei verschiedene Weisen sich bethätigen, einestheils als furchtbare, Tod und Verderben bringende Müchte, anderntheils als Wesen, die Segen und Gedeilhen schaffen allem, was da lebet. So ist der schreckliche Gott der Unterwelt, in dem der Schrecken des Todes selbst personificirt scheint, zugleich ein IIAoureov, ein Gott des Segens und Reichthums; Demeter, dio wohlwollende Mutter Erde, die Gras und Blumen sprossch und die Feldfrucht gedeihen lüsst, die den Pflanzen und Thieren und Menschen Lcben, und
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2 Mäller Eumenid. p. 179. ³0) Eurip. Phoen. 931. c. Scholl. 5 3 *¹) Hom. hymn. in Apoll. 234 ff. 377 ff s Müller Orchom. p. 47, der anführt, dass Wheler die
sich unter die Erde verlaufende Quelle aufgefunlen.*4
2) Paus. 8, 42. 2. 6. 1 33) Paus. 2, 35, 3 ffr. 15 aun f. 1 1* 1I 4 3 A. h Se„ ol. 77 1 *4) cf. Corp. Inscr. N. 1197. mit Böckhs Note. Müller Prolegg. p. 243. *⁵) Ein Priester des Ares Enyalios zu Hermione wird erwähnt Corp. Inscr. N. 1221.


