Aufsatz 
Ueber die ursprüngliche Bedeutung des Ares / Stoll
Entstehung
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phossion, und mit dem chthenischen Dienste der Demeter Erinys ursprünglich zusammen- hingen. So schworen auch die Pheneaten über die heiligsten Dinge bei ihrer Demeter, ⁵³) welche schon früher als eine Demeter Erinys erkannt worden ist. 56) Diese alte Demeter Erinys der Pheneaten ist in eine Eleusinierin umgestaltet worden, wie auch die thelpusische, und neben ihr verchrte man eine Geια⁴α,⁵⁷) welche jener ebenso wie in Thelpusa die von manchen für Themis angesehene ouoi(§. 18.) gegenüberstand, der zürnenden Demeter eine versöhnte. Ueberhaupt ist der erwühntt Götterkreis der Pheneaten verwandt mit dem von Thelpusa; beide Orte sind wahrscheinlich durch die örtlichen Verbältnisse in Zusam- menhang gebracht worden, durch den Ladon, der, in der Nähe von Pheneos entspringend, nach Thelpusa hinableitete. An beiden Orten aber scheint Ares von Poseidon verdrängt worden zu sein.

Diese Zusammenstellung zeigt einen religiösen Zusammenhang der genannten arkadi- schen Orte(denn auch Tritaia war früher arkadisch); sie haben einen chthonischen Cult gemeinsam, in dessen Götterkreis überall Demeter und(zum Theil wohl durch eleusinischen Einfluss) Kora vorkommen, die übrigen Gottheiten aber nur hier und da auftreten, wie Athene zu Tritaia, Pheneos, Tegea, Ares dagegen da, wo Poseidon niecht erscheint. Beide Götter scheinen in einem gewissen feindlichen, rivalisirenden Verhältnisse zu stchen, das besonders in der unten(§. 5.) zu behandelnden Sage von Aglauros und Halirrhothios noch mehr hervortritt. Dass Athene sich zu dem genannten Götterkreise öfter gesellt, lässt sich noch durch einige andere Beispiele erhärten. Zu Hermione stand neben einer Bild- säule der Demeter ein Bildniss der Athene in dem Tempel der Chthonia auf dem Pron, ³³)

wo ausser andern chthonischen Gottheiten auch Ares erscheint(s.§. 6.). In dem arka-

dischen Thelpusa haben wir zwar keine Athene vorgefunden, sie tritt dagegen an den früher besprochenen mit Thelpusa und dem Onkeion zusammenhängenden böotischen Orten, am ISmenos bei Theben und bei dem Tilphossion zu Haliartos auf. Bei Theben heisst sie Athene Oyxd.*) und ist verflochten in die Sage von Kadmos und dem Aresdrachen; dass man ihr eine chthonische Natur zugeschrieben, erhellt aus dem Orakel, das damals dem Kadmos geworden sein soll.°) In demselben wird dem Heros aufgetragen, der εκααάιρνμμ‿οος 92» oder derara zu opfern, während sonst das Opfer der Athene Onka zugetheilt wird. In der Nähe des Tilphossions erscheint Athene unter dem Namen Alalzouerla, der identisch ist mit dem homerischen Beiwort Aαlομεννια ⁶⁷), und mit dem Namen des benachbarten durch uralten Athenecult ausgezeichneten Fleckens Alalkomenä zusammenhüngt, in dessen Gebiet der Triton fliesst. Diese Alalkomenia wird eine von den Praxidikä(s.§. 18.) am Tilphossion genannt und für die Tochter des Ogyges gehalten; ⁸²) und darin ist wohl der

3⁵) Paus. 8, 15, 1.. 1* ³⁰) Preller Demeter u. Perseph. p. 168 fl.

**) S.§. 10. über die Thesmophoros des Kadmos.

55) Paus. 2, 35. 4.

³9) Ueber diese Athena Onka s. Müller Pallas Ath.§. 43. 60) Schol. Eurip. Phocn. 638.

) Hom. II. 4, 8.

) Paus. 9. 33, 4.