7 kommt, können wir nicht mehr bestimmen; jedenfalls aber bestand, was sich nuten noch deutlicher ergeben wird, ein Zusammenhang des Cultus und der religiösen Idéen 2wischen dem Thilphossion und dem arkadischen Thelpusa, sowie auch mit dem vorapollinischen Delphi, wo der Drache Delphin oder Delphine ²) hauste und ebenfalls eine Quelle Del- phusa war. 2¹) Hi(*r Br-I Laxrllin* bi mob. dis 290 e0iut0 3. Der Name Areion hungt mit Ares zusammen. ³²*) Er ist seiner Form näch ein Patronymicum und bezeichnét den Aressohn; man muss also aus dem Numen schliessen, dass ursprünglich Ares ihn mit der Demeter Erinys erzeugt habe. Dann wäre Poseidon später für Ares substithirt worden, was geschehen konnte, da Poseidon als Trri auch sonst als Erzeuger mythischer Rosse, wie des Pegasos, des Skyphios u. a., ³³) galt und oft, namentlich in Arkadiien, nit Démeter in Verbindung gebracht ward. Es fragt sich nun, ob das, was wir aus dem Namen des Areion schliessen, durch Parallelen, in defeH Ares mit Demeter oder ühnlichen Wesen in Verbindung steht, befestigt und bewiesen wefden kann. Und da kännen wir denn zunkchst die vorhin besprochene thebanische Fabel von der Erzeugung des Aresdrachen anführen; dessen Eltern sind Ares und Demoter. Thilphossa Prinys, von denen letztere aucht die Mutter des Areion ist. Schreiben wir diesem Xreion d. i. Aressohn den Ares als Vater zu, so hätten beide, Aresdrache und Areion, welche In der thebanischen Sage, wio wir spüter sehen werden, eine ühnliche Funktion haben, num. lich das Werk der Rache an der Stadt Theben ausführèen zu helfen, dieselben Elterte Eine solche Annahme findet auch noch eine Stütze in der religiösen Ver andtschaft der oben erwähnten Gegend am Ismenos, wo der Aresdrache gehaust haben soll, mit deru arkadischen Thelpusa und dem Tilphossion, an welche Orte die Erzeugung des Areion verlegt wird. 1 191 nn. mu Aofr Bi din] E e Es finden sich übrigens noch andere uhnliche Verbindungen des Ares. Nach einer Sage der Einwohner der früher zu Arkadien gehörigen Stadt Tritaia in Achaia ²*) Gr. zeugte Ares mit Tritaia, der Tochter des Triton, einer Priesterin der Athene, den Meldnippos- 3 Diese Tritaia ist ursprünglich keine andere als Athene selbst, as) deren Beiname Tollala gleich ist dem Beinamen Tbercovta, Toerdn, Tr9ο⁴⁵; weil man aber später dic Jänge kräulichkeit der Athene consequent durehführen wollte, erklärte man diese Tritaia, dic in ehelichem Verhältnisse mit Ares stand, für eine Priesterin der Göttin.. Athene nun, wonn wir sie als eine göttliehe Potenz der Natur auffassen, was bIG anfänglich war, ist zwar ihrem innersten Wesen nach als Tochter des Zeus cin Iichtés Kind der reinen Aetherhöhe, also ohne ehthonischen Character; aber in der Fülfe iltés Wesens hat sie in der alten Zeit, wo chthonische und olympisehe Wesen noch nickt 6 schroff geschieden und so streng aus einander gehalten waren, ihren Wirkungskreis so
fII Mol
n) Schol. Eurip. Phoen. 232. u. 233. A.aw e„, Aehe, u hezte. ef Apol Rk. 2. 705, e. Scp-. 1—29) Steph Bz. A24906 6. 0. Mäller Eumenid. p. 142. Anm. 9 er Mbm. ul. in Apoll. 30. *¹) Dies haben schon ausgesprochen O. Müller Eumenid. p. 173. C. Fr. Hermann de 3adt Gofom. p. 22. Anm. 69. D. Müller Ares p. 24.— eiI5I 8. ²3²) Hesiod. Theog. 278 fl. Et. M. 473, 42.— ZoofT boiesl ²¹) Paus. 7, 22, 5.— 11 Sasd 1 11 1. ²⁵) ef. Welcker Trilogie p. 282. Anm. 493. Müller Pallas Athene§. 44. g


