Aufsatz 
Ueber die ursprüngliche Bedeutung des Ares / Stoll
Entstehung
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orhalten haben. Als sie nümlich, die geraubte Tochter aufsuchend, auf der Erde umher- schweifte, hatte sie, von der Liebendes Poseidon verfolgt, in der Gegend von Thelpusa sich in die Gestält eines Rosses verborgen und unter die Heerde der Pferde des Onkos gemischt; Poscidon aber verwandelte sich cbenfalls in die Gestalt eines Pferdes uml erzeugte mit ihr eine Tochter, deren Name nicht genannt werden durfte(Kora oder Despoina) und das Ross Aroion. Darüber zürnte Demeter und erhielt deshalb den Namen Erinys, die Zürnende; denn eoiν⁴etsr, sagten die Thelpusier, heisse auf Arkadisch 1 1 dFol. ¹s) Poseidon aber erhielt vön diesem Vorfall bei den Thelpusiern den Beinamen Ir ¹⁰)

Die Pferdegestalt des Poseidon, der Demeter und des Areion in dieser Sage beruht auf uralter Natursymbolik, ²⁰) die wir auch bei der zürnenden Demeter Mélatνæ zu Phigalia finden. ²*) Das Bildniss dieser Demeter sollte Kopf und Mähne eines Pferdes gehabt haben, und man erzühlte von ihr dieselbe Geschichte wie von der thelpusischen, nur mit dem Unterschiede, dass zu Phigalia nicht Areion, sondern blos Despoina, wie die Arkader die Persephone nennen, geboren sein soll. In Thelpusa scheint die Erzeugung des Areion die Hauptsache und ursprünglich das Einzige gewesen zu sein; Dèspoina hat man später zugefügt, entweder durch Uebertragung von Phigalia aus, oder bei der Ge- legenheit, wo von Eleusis aus die Demeter Erinys zu einer eleusinischen Demeter umge- wandelt wurde; ²²) denn. auch Kora oder Despoina ist hier mystischer Natur nach den Worten des Pausanias: ²³) 1 10 6νμασα oεςσ ατεεεςστιοuας ενέηαιν oigobotiy. W

Die Abstammung des Areion von Demeter Erinys und Poseidon statimt aus der ältesten Zeit. Schon zu Homers Zeiten war sie, gewiss aus alten Thebaidenliedern, be- kannt, und der Dichter brauchte sie dem Zuhörer gegenüber, ebenso wie er bei der Ge- schichte des Oidipus verfährt, nur kurz zu berühren in den Worten: ²⁴)

060˙,& xeν μQετέπιιεν oεtνα ον εαννι A0 rov raxd Lor, dg&x 96 †Qιν νέιν ς Jev.

Mit dicsen Worten spielt er nur leise an den alten Mythus an und umgeht das Selt-

same dessclben. Die späteren Dichter jedoch haben an der alten Sage geündert, wie

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¹5) ef. Et. M. p. 374. d, nahnaerar 1230ct a845=n astin vol. as LeG 12) ck. Apollod. 3, 6, 8. der das Herbe uud Seltsame mildernd, einfach sagt, Demeter habe sich in eine Erinys verwandelt. Irrig Hesych. Aoelor 6 rnos TIO0εε⁴ ο˙ε& za* uidε rdν EOu⁴ι.. *0) O. Mäller Eumeuid. p. 173. C. Fr. Hermann de sseris Coloni p. 8äðA. 21) Paus. 8, 42. A: 2 13 11 4 1» nin 2ib 42 14e e4 1 14* ²²) S.§. 18. Auch darimisehe ich eine später von Eleusis ausgehende Einwirkung. 3ss nchehl dem, ursprünglichen, arkadischen, auf Poseidon bezüglichen Grunde des Zorns der Demeter zu Phigalia sowohl wie zu Thelpusa noch ein zweiter Grund wenigstens angedeutet ist. nämlich der Raub der Persephone durch Hades. wodurch die eleusinische Sage die Trauer und den Zorn der sonst so milden Göttih mo- tivirt. Die Thelpusier nämlich verlegten(Paus. 8. 25, 4.) das in ihrem Gebiete Vorgetallene in die Zeit. wo die hetrübte Demeter ihre gerauhte Tochter suchte, was durchaus der folgenden Erzühlung wider- pricht, wonach Demeter erst in Thelpusa die d6ενοο*iοα gebiert(Paus. 8. 25, 5.) von Phigalin aber

vagt Pausanias(8, 42, 2): 16 dns rourov eνοαυασα ϑυμφντͥ du de 16 II006:0093 adr he ral vh⸗

Neeoedvis s donays i᷑reαᷣ Ʒουισαμνυν uelatra Todra 2drat. ²³) Paus. 8, 25, 5. t 6940 3 3 b 21, Hom. II 23, 346) 4 2annoc Ian. 64 1 Au 7 dolaer dons,

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