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in der Kadmossage verbunden auftritt, sind chthonischer Natur; darum muss wohl auch Ares selbst in dieser Sage chthonischen Character haben. 1 Mit Unrecht ist behauptet worden, dass Ares blos wegen seiner Furchtbarkeit als Kampfesgott dem Drachen als Vater zugetheilt worden sei. Ares wird sonst niecht leicht, wenn nicht noch ein andcrer Grund vorliegt, zur Darstellung einer solchen Idee verwendet; man leitet Ungeheuer und sonstige wilde, gewaltige Wesen von ähnlichen Ungeheuern ab oder auch von Poscidon. Und dieser letztere hätte hier um so leichter verwendet werden können, da er in häufiger Verbindung mit Demeter vorkommt und sein Dienst ganz in der Nühe von Theben, zu Ounchestos, von Alters her in besonderem Flor stand. tr 2. Die erwähnte Aresquelle befand sich im Süden der Stadt Theben und der an die südliche Stadtmauer nahe heranrückenden Kadmeia, nicht weit von dem onläischen oder ogygischen und dem elektrischen Thore, in derselben Gegend, wo das Ismenion war und das Feld gezeigt ward, auf welchemKadmos die Zähne des Drachen gesäet haben sollte; ¹⁴) und bei diesem Felde war das von Kadmos erbaute Heiligthum der Athene Oyzæ.¹⁵⁸) Am Ismenion vorbei floss der Ismenosfluss, der in alter Zeit Ladon geheissen haben soll. ²) Die an dieser Stelle vereinigten Namen Ares, Tilphossa, Erinys, Onka, Ladon, begegnen uns wieder in Arkadien zu Thelpusa, an welche Stelle die Geburt des in der thebani- schen Sage so berühmten Rosses Areion verlegt wird. Unterhalb Thelpusas nümlich am Flusse Ladon befand sich das Onkeion, ein nach Onkos, einem Sohne des Apollon, der in alter Zeit in der Gegend von Thelpusa geherrscht haben sollte, benannter Hügel mit einem Heiligthume der Demeter, welche die Thelpusier Erinys nannten. ¹⁷) Den Beinamen Erinys aber soll sie nach der Erzählung der Thelpusier von der Erzeugung des Areion
1¹4) Paus. 9, 10, 1. 2. 5.
²⁵) Paus. 9, 12, 2. Aeschyl. S. c. Th. 501. Oyxa Nadas dyxνν odνς πααοσι εtroν.
¹) Paus. 9. 10, 5. Dass der Ismenos in alter Zeit Ladon geheissen, scheint keine blosse Fabelei, wenn man die Genealogie der Nymphe Thebe berücksichtigt; diese heisst eine Tochter des Asopos und der Metope, einer T. des I.adon. Schol. Pind. Ol. 6. 84.(144.) Guydrye u*ν jy Merann Addaros, roõ 1J Aowadtas norauob, purj ⸗ Ao‿ꝶν, roν έν Hais ora‿³ον. Er radurys perove viun is Oiy, dg 5s 5 n6¹s. ef. Diod. 4, 72. Aoonds E dν ⅜εαονναι roνdue Ehjus Merdnhe ve Addοyos, E Je yerorro — 6 1/91, re zal Tardyoga Et. M. p. 450, 44. Apollod. 3, 12, 6. Obgleich hier bei dem Scholiasten des Pindar Ladon als der Fluss Arkadiens und bei Diodor Asopos als der Fluss von Phlius angenommen worden, so ist doch die Annahme die einfuachste uud natürlichste, dass ursprünglich die beiden Flüsse, die mit der Nymphe der Stadt Theben in Verwandtschaft gesetzt worden, die thebanischen Flösse waren, der an der Südgrenze der Thebais fliessende Asopos und der bei Theben fliessende Ladon-Ismenos. Freilich darf man damit nicht den uralten Zusammenhang des thebanischen Landes mit den Gegenden des phliasischen und sikyonischen Asopos und des arkadischen Ladon leugnen wollen. Pindar(0l. 6, 84.)
nennt die Metope, T. des Ladon, eine Stymphalierin; in dem Stymphalos benachbarten Thale von Pheneos
betand sich ein See, dessen Abfluss, nachdem er eine Strecke unter der Erde hingeströmt, wie man all- gemein annahm, die Quelle des Ladon bildete(Paus. 8, 20, 1. Curtius Peloponnes I. p. 186 fl.) Wegen dieser Nähe hiess Stymphalis auch die Gemahlin des Ladon, mit der er die Metope erzeugte(Schol. Pind. I. I.). Nach Diodor I. I. heissen die beiden Söhne des Asopos und der Tochter des Ladon Pelasgos und Ismenos, von denen letzterer nach Böotien zog und dem Ismenosflusse den Namen gab.
17) Paus. 8, 25, 3 fl.


