Aufsatz 
Zur Erklärung des Homer und Horaz / von Heinrich Stöpler
Entstehung
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ohne bei dem Träumenden das Gefühl zu hinterlaffen, als habe er eine göttliche Stimme ver- nommen ¹⁰⁶, endet mit feinem Auftrage ¹⁰¹).

Faffen wir das Geſagte zufammen, ſo treten als unterſcheidende Merkmale beider Gat- tungen ſcharf hervor:

beim fubjektiven vενος. beim εεοςσα ⁶υνναι.

1. Unruhe des Gemüthes. 1. Ruhe des Gemüths.

2. Inhalt des Traumes ſind die bekannten 2. Unerwartetes im Erſcheinen des durch Gedanken, die ſchon im Wachen be- den ,εννοο angeregten neuen Gedan- ſchäftigt. kens.

3. Verworrenheit des εtοος. 3. Deutlichkeit des νεινοτ.

4. Urſprung aus dem Innern des Menſchen.4. Göttlicher Urſprung.

Da aber der stocεtνος ſeine göttliche Abkunft dem Träumenden nicht immer aus- drücklich bezeichnete, wie z. B. betreffs des Traums der Nauſikaa ¹⁰²) wir ¹⁰⁴) zwar dies vom Dichter erfahren, es aber der Naulſikaa in der Rede¹⁰⁴) nicht eröffnet wird, fo kam es viel auf die Beur- theilungskraft und befonders auf die Auffaſlungskraft ¹⁰⁵) des Träumenden an, oft mußte derſelbe in Zweifel bleiben. Letzteres findet bei der Penelope ¹⁶⁰⁶) statt bezüglich des Traums von den Gänſen ¹⁰*). In folchen Fällen fucht man die Träume deuten zu laffen von Leuten, denen man die nöthige Kenntniß und Erfahrung zutraute ¹⁶⁸). Solche Leute betrieben diefe Deutung dann wohl auch profefſionsmäßig ¹⁰⁸) an fremden ¹¹⁰⁶) oder auch an eignen ¹¹¹) Träumen.

Endlich finden wir fogar Andeutungen, daß mit Träumen ſchon ein frommer Betrug

getrieben wurdeé ¹¹².

10⁰) B 41. S. oben. ¹⁰¹) 3 839. S. oben. 1¹⁰²) 6 15 50. 1⁰³) 13 24.

1⁰⁴) 6 25 40 K

105) B 33 à&ꝓ◻ι 05 S F7spset p-ndé s nden

alpeito. SDT' Av 3S SHνꝑ 5vO dvnh. 106) c 535. 1¹⁰7) 536 553. 1⁰8) So bittet Penelopenr 535 den Odyffeus darum. 193) A 62 ä*e dn dina ävti Ssiosv ispne& 7 ab 5"HO6NO, z*l 14 1 54% d Atbs darty. Vgl. Hesych. Ʒνι ννιοοοαʃ⁸.

110) Davon ſcheint ſich indeffen bei IIomer felbſt noch keine ſichere Spur zu finden. Vgl. unter 111 das

Scholion: zu E 149 biëaε Ebdαos bvοενQοιο Tiovtos,

ls od* noxohfvats 5 ν νννεε byeis. 111¹) Loholion zu E 149(7 deAX.*) 5 571o6bO b5 14 ν 1 2veieo Hayreoepeevo, b5) b 5vStHOXPIIS. 9 220 l Bty ſäp ris H' A. o drr ovic? EztNsbev,

112) B 80 cl Bv ti t5y 5rοv A7A* ꝗ1%8 v3s, 7 o AvIes S121, d0260: 7 isgnss, * 5d6 vev aεy v vorgebnni⸗e See*5bs ey Hu³s, vu*l vO νεμοιένμιι ⁵μιηάσ⁶ν y 1S2v d H*% AtSrOS A72*6 e5,etat STyGt.5 5'=AbrbS ⁴‿ρ ενιαοοοι πεοο ναν εοννμμον uνεννν. lpr

Neſtor entfchied ſich hier bezüglich des Berichtes über einen Traum, deſfen Rath, wenn befolgt, verderblich werden zu müffen ſchien, für die Echtheit deffelben, d. h. in erſter Linie die wirkliche Erſcheinung und nicht Erdichtung durch Agamemnon(s55% sc. des Berichterſtatters, wie 220 des Prieſters), in zweiter Linie feine göttliche Herkunft, nur deßhalb, weil ein Mann wie Agamemnon der Berichterſtatter war, dem er Wahrheitsliebe und die nöthige Auffaſfungs- und Urtheilskraft zutraute. So faffe ich das

Dhe? d« B*' Atos A72*6 15JstA* εA.

Anders Nägelshach-Autenrieth, Anm. zu Ilias, S. 226.