Aufsatz 
Zur Erklärung des Homer und Horaz / von Heinrich Stöpler
Entstehung
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OvSrPOS, Bvetpov, vSipara.

Allmählich aber ward die Bezeichnung Sveosς die üblichere, d. h. die Sprache dachte jetzt das, was ſie früher als vorzugsweiſe innere Thätigkeit, als àννν, gefaßt hatte, rein äußerlich als Erſcheinung ⁵¹), 2zios. Sie war dadurch wieder zu einer wenn auch in entgegengeletzter Richtung liegenden einheitlichen Auffaffung der Gottesthätigkeit gelangt.

Der aéεiνοs erſcheint als ein zugleich mit der Gottheit vorhandenes?²) Welen, ohne be- ſtimmte Perfönlichkeit, ſich bewegend*) und redend), das der Gott als Boten auf die Erde fendetꝰ⁵³), in ſpäterer Weiterentwicklung diefer äußerlichen Auffaffung ſogar als fein Geſchöpf).

. Die Wirkfamkeit eines svstoc, reſp. eines vap, iſt nun an und für fich ſowohl bei Wachenden als auch bei Schlafenden denkbar. Wenigſtens enthält die Grundbedeutung beider Worte keine Beziehung auf den Schlaf oder die Nacht. Doch ſcheinen insbefondere für die am Tage nöthige Einwirkung von Göttern auf Menfchen der homerifchen Anſchauung andere Wege**) als paffender erſchienen zu fein. Wenigſtens hat die Sprache in ihrer ſpäteren Entwicklung jene Worte nur für Bezeichnung der während des Schlafs erfolgenden Anregungen verwandt und diefer Bedeutungsentwicklung durch Beifügung von ybxνονν⁸) vortbe A,o75³) eine Stütze ⁶⁶) ge- geben, die ſpäter wieder überflüffigél) wurde..

Die Bedeutung Traum» im engeren Sinne⁰⁵²*) wurde fo genommen. Das Gefühl der diefer Bedeutung zu Grunde liegenden Anſchauung iſt aber noch lebendig. Die Erſcheinung der* des Patroklos beim fſchlafenden Achillé⁴) betrachten wir als Traumerſcheinung». Aber vsrhos wird ſie nirgends bei Homer genannt, während bei keiner Erwähnung der Er-

51¹) In ühnlicher Weiſe perſonificirte die altteſtamentliche Poeſie das«Wort», die«Rede» Gottes. Wir werden gelegentlich die betreffenden Stellen zufügen. ⁵²) Gerade wie das ꝰοp. B 5 †ds 0t atd Sob, aεεε μανεεο Bodi. 6 H at n Argeinh ATaH ov bDXOy 5vtHOy. aaν Hνν ρνQſ)Qꝙeꝙα³ς έηπμη‿α εvA oνο⁴α.

53) B 16 ato Si d' ag bHos.

Iliob 4, 12 Und zu mir iſt gekommen ein heimliches Wort». Pfalm 147, 15. Pſalm 29, 4. 5⁴) B 22 Axl HLt? de*Asvoc C2 ve d05 5vS*O.

Jeremias 33, 1 Und des Herrn Wort geſchah zu Jeremia zum andern mal... und ſprachꝰ. 55) 5 799 nb.hns d ty bc dar 0593317oc eioto.

5 829. Pfalm 147, 15 Er(der Ierr) fendet ſeine Rede auf Erden. 56) 2 796 Fvò Adr' A*' Svö-ee Seà, XabνεεεAdn.

815Ov olnes

Diefe Entwicklung ift ganz konfequent, allerdings ziemlich jung. Daher mag Hennings, Über die Telemachie, S. 216, vielleicht mit Recht die ganze Partie für fpäteren Urſprungs erklären. Nur hätte er nicht fo ungewöhnlich finden follen, daß Athene einen vzipoc fchickt, als daß ſie ihn fchafft..

5:) Z. B. durch Hermes s 28, Iris Q 142, einen LAανεαια& 62, dienbaaa à 282 u. a. Vgl. im Allgemeinen 4A. Jacob, UÜber die Entſtehung der Ilias und der Odyſſfee, S. 72.

58) B 56. 495.

59) 5 841...

60) Vgl. Hiob 4, 12 Und zu mir iſt gekommen ein heimliches Wort und mein Ohr hat ein Wörtlein aus demfelben empfangen. Da ich Geſichte betrachtete in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute füllt.»

61) Rhnlich wie dοp,peaiv u. a. pei àvydäveiy, Jaiew u. f. w.(I. Fulda a. a. O. S. 19).

) D. h.-in Befchränkung auf Schlafende.

⁴4) I 65102.