Aufsatz 
Zur Erklärung des Homer und Horaz / von Heinrich Stöpler
Entstehung
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2 4εςι ε⁵) Den betroffenen Menſchien aber, heißt es im 2. Gefuange der Ilias, umtönt noch beim Erwachen die dsin°νρ ε⁹) Im 6. Gefange der Odyffee endlich iſt die Göttin ⁴⁰) Athene als die unmittelbar(hauchende oder) ſprechende dargeſtellt.

O2% undεοο ¹¹).

Mit den nach homeriſcher Anſchauung durch das ànν des Gottes im Menſchen erregten Gedanken verband ſich nun bei demfelben oft unwillkürlich die Vorſtellung einér bekannten und lieben Perfönlichkeit*²) welche nach ihrer Art jene Gedanken hätte vorbringen können. Die Khn- lichkeit iſt auch nach homeriſcher Anſchauung nur eine Täuſchung ¹³), wie daraus hervorgeht, daß die Illuſion, als ſehe man Bekannte, oft durch die Unterredung felbſt zerſtört wird. Doch das Bild von einem diefer Illuſion zu Grunde liegenden, das évap des Gottes dem Menſchen gleich- ſam überbringenden Wefens trat im Bewußtſein des Volks allmählich immer deutlicher hervor. Sein Kußeres, fein Verhalten wurde gedacht nach Anleitung des lſinnlichen Eindrucks, den die Geſtalten der Träume im Allgemeinen machten ⁴⁴). Die Sprache hielt den Eindruck feſt in dem Worte νεεμ οσ ⁴⁵), das ſeiner wahrſcheinlichen Bedeutung ⁴⁵⁶) nach zur Bezeichnung eines àνε‿ιλο ⁴³⁷] A⁶⁵⁴ ⁴⁸) ganz geeignet erſcheint.

Da nun beide Ausdrücke, sꝰενοςα und ẽan, diefelbe, im einen Falle méhr äußerlich, im andern mehr innerlich aufgefaßte Gottesthätigkeit bezeichneten, fo konnte man ſie neben- einander gebrauchen, wobei man natürlich vorzog, wenn man im Traume die Wirkſamkeit des Gottes ¹⁴⁹) betonen wollte, νεειορςα wo der Traum felbſtändig ⁵⁰) hervortreten ſollte.

³) A 63 vaAb ſâ d' àr At6s dorw,. Man verſteht dies recht, wenn man vergleicht: 2 282 ric ot sIa ſν otν π 6ααυηι ν αμυοοοσ 81 At6.

Beachtet man überhaupt die Grundbedeutung von baaa(Curtius a. a. O. S. 460) und dann den homeriſchen ₰½ Gebrauch(Lehrs, Ariſt., S. 87), fo iſt ein gewiffer Parallelismus zu 5?ap nicht zu verkennen.

³) B 42 F%eto 5 d8 5vb, dei 3e ty A*ρε νν εμνμάισφ. Vgl. Lehrs, Ariſt., S. 80.. 4⁴⁰) 6 12 50. ¹¹) 5vergoc erſcheint ſchon der Form nach als das jüngere. ) 22 l5OHVI L05 vabetaXSO AöRA⁴ανο,

7 ol bp-nKasin Pv Eenv, s. ⁴εεενο SS. B 20. 3 796. 4 43) B 265, 3' Tuε ey E5vec duα Atbc d ror ⁶,eköc eit. 3 829.

) Es geſchah dies entfprechend dem Zuge jener älteren Zeit, dem zufolge man auch die Geſtalt der Götter nach Anleitung des ſinnlichen Eindrucks ſich bildete, den eine Naturerſcheinung machte, ihren Charakter nach Anleitung der begleitenden Empfindungy. Preller, Gr. Myth. 4

⁴⁵) Zur Bildung des Wortes vgl. Curtius, Grundz., S. 326.&μας.μοας iſt wohl aus älterem Bal-4o-«, wie Eraos aus Etaανροο, bveios aus bvan abgeleitet.»

46)Othas verhält ſich in feiner Bedeutung zu ꝰap, wie der Hauch» zu das HHaucheny. Vgl. Anm. 50. Ahnlich iſt zieiha neben miaß aus Wurzel xt(f. Curtius a. a. O. S. 276).

¹¹) B 26.

4⁸) Durfte nicht von Lachmann, Betrachtungen über Homer's Ilias, S. 9, als Traumgott» bezeichnet werden. Vgl. das Folgende. Das Gleiche gilt gegen Sybel, Die Mythologie der Ilias, S. 77.

43) A 63 A* †αᷣ vaαß Atlbc arty..

50) B 16 ato Si 3' äg' 5vetoc, dret ch, oy dzοev. In dieſer Bedeutung, als felbſtändiges Wefen, findet ſich byan nur in einer Stelle, die auch fonſt als fpäter gedichtet gilt.

K 495 vνιν ⁴μν ⁶ναν ετκνααμOΤꝝ=nbcen.

Hierüber weiteres unten, Anm. 93.