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eine andre ¹³⁴), vermuthlich rein finnliche Bedeutung gehabt. Halten wir nun svap. 5“2ty u. f. W. zulammen mit der bei eolychius erhaltenen kretilchen Form des letzteren Wortes évatpov ¹⁴) und dem ebendafelbſt für svap ſich findenden ꝰαν ¹⁵); vergleichen wir damit die Doppelform: An- α— 5z- von Wurzel ax(Curtius, Grundz. S. 131), νυ neben 51n-os von Wurzel ³ (Curtius, Grdz. S. 130), àã ν‿⁴ι neben à ν‿αρνκ von Wurzel ³νρ(Curtius, Grdz. S. 190): fo dürfen wir annehmen, daß in dem kretiſchen Dialekte ſich die urſprünglichere Geſtalt der Wurzel er- halten habe. Iſt dies der Fall, ſo liegt es auf der Hand, daß unfere Wortgruppe zuſammengehört mit griech. v-s-p,o«, mit fkr. an-i-mni, ana-s u. a., mit lat. an-i-mus, an-i-ma, d. h. daß ſie von Wurzel an ſtamme. Es ergiebt ſich dann weiter für uns unter Beachtung der Bedeutung ſowohl jener Wurzel ¹⁶) als auch der dem Worte svap ähnlich gebildeten homerifchen Wörter ¹⁷) für diefes wwaß als wahrſcheinliche Grundbedeutung«Hauch ¹s).
0 2 ¹9).
Das Wort Iauch ²⁰) bezeichnet nun im Deutſchen, ſoweit es von Perſonen gebraucht, wird, erſtens vage, auf die eigne Perfönlichkeit beſchränkte Erregungen im Innern des Menſchen ²¹).
¹13) S0 gehen auch bhts und species offenbar von anderer Grundbedeutung aus in folgenden Beiſpielen: Herod. 7, 19 chit⸗ öces dy rch övp devsto und Liv. 26, 19 per nocturnas species, und gewinnen erſt durch die Beifügungen y οᷣ önycp und nocturnas die Bedeutung Traumgeſicht, Traum». Vgl. G. Curtius a. a. O. S. 101.
¹¹) Hefych. Aνμκνeιει ⁵υννκνιι Kptss.
¹) Dies findet ſich zu jenem xvator tréfflich ſtimmend in der Gloffe a,α: 5aα odο, deren letztes Wort allerdings zu ändern iſt, aber nicht, wie M. Schmidt will, das Ganze.
¹⁰) Offenbar= athmen, hauchen. Vgl. Curtius a. a. O. S. 305.
¹⁷) Sie ſind zuſammengeſtellt in Aemilii Wœrneri Substantivorum HIomericorum quae appellativa dicuntur ordine etymologico dispositorum index p. 47(Misenae MDCCCLXIX).
¹8) In fachlichem Sinne, alfo foviel als«das Ilauchens. Vgl. Anm. 46 und 50. Zu einer andern Bedeutung kommt A. Göbel, Homerica oder etymologiſche Unterfuchungen über Wurzel AN und damit Zufammen- hängendes. Münſter 1861. S. 19: Nach griechifchem Umlautsgefetze(W. Hal*: 5*Xνοο, 86,05, B6X) kommt eine Umlautung von a zu o hundertfach vor; daher iſt hierher zu zichen: àν‿᷑= visio, mit Suff..2 wie in A*⁴ει*ςα‿οα⁵„ ε ⁄ε-αρ u. a. Derfelben Bedeutung ſind bv-etoS, bystpoy ſtatt Ʒv‿e-os mittels Suff. sg-to von ebenderfelben Wurzel abgeleitet: ν‿—es= Erſcheiner, bvενιος= erſcheinerifch, eine Erfcheinung. Der Gebrauch hat eine Unter- ſcheidung des Sinnes aufgebracht zwifchen k—ag und ör-ap, d. i. Sαr-ag, sopor, somnium(Skr. svap dormirée).» Mit diefer Bedeutung ſtimmt die Verwendung des Wortes an vielen homeriſchen Stellen durchaus nicht; der Sprachgebrauch aber iſt doch für die Feſtſtellung auch der Grundbedeutung mit an erſter Stelle entfcheidend. Vgl. noch Curtius a. a. O. S. 305 unten: Nur iſt deswegen nicht der Wurzel à die Bedeutung„fehen“ beizulegen?.
¹9)»Ovag erſcheint ſchon der Form nach als das ältere.
2⁰)= Das Hauchen). 2¹) Horch da weht' es, horch da ging Seltfam fah der See mich an, Leis Geräufch im Grün des Haines, Wie ein ſtummes Auge ſchmachtet, Faſt als wär's das Athmen Eines, Wenn das kranke Haupt umnachtet 2 Welchen tiefer Schlaf befing. Todverwandter Starrheit Bann. .
Und durch Blume, Laub und Strauch Wob es leife hin und wieder, Wie durch traumgebannte Glieder Ein verlorner Seelenhauch.
Geibel.


