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urfprünglich beruhen ³) mag. Der Vers erſcheint formelhaft⁴), er kehrt ganz gleichlautend in der Odyflfee5) wieder. Konnte denn nun aber ein eigentlicher Traum» dem Agamemnon auch«während des Wachens» kommen? Mit andern Worten: Wenn bvsthos zur Zeit, als ſich diefe formelhafte Wendung feſtſtellte, ohne Weiteres ſchon Traum im Sinne von somnium ⁵' bedeutete, welchen Sinn hatte diefe Beifügung von vöxw⁷
0O72 ¹), 5„2½05,5), Svstον ĩ˙, 5viara ¹⁰) und ⁶νενεεειι⁷), denn deren enge Zuſammenge- hörigkeit erhellt auch durch den Sprachgebrauchi¹²), haben alfo wohl in älteren Zeiten für ſich allein
„„*
³) Schol. A zu v. 56 zielt auf einen andern Punkt: 0b 7. εε1 έι ⁶ς 1εεες, ⁴*b A? od wnrk⸗ 10; 5vODS, ybnvς.. A.⸗5. 4
¹) Gut handelt über die formelhaften Beſtandtheile des homeriſchen Sprachfchatzes im Allgemeinen Albert Fulda, Unterfuchungen über die Sprache der homeriſchen Gedichte, S. 5 ff. Vgl. auch J. G. Renner im Oſterprogramm des Freiberger Gymnaſiums von 1871 u. 1872.
5) 5 495„xts, 1.b* Aees Pot Eyörvtey e, 5„8 ραο8.
Ti„ Tae vnv E2⁴νας τπμηχαι⁴υννννν dᷣeνμ³ ς ν lnet Argeid ATA,vO?, Otε? XMν I kO?3ᷣ Aν οννράò᷑ĩĩæꝙ☛Gq iνενε vεειμνισν.
Zwar findet ſich zu der Stelle das auf Ariſtarch zurückweifende(f. Carnuth, Ariſton.„p. 130) Schol. HI: 2eteitat ς dn ne Lnados(B 56) HLstsve ενοεα. 1sXoεον dE elrety zabl ta? de de* duvG??er. Doch ſcheint der Vers diefem Einwand gegenüber geſchützt durch:
5 478 F 9 bA.NOr ,ν inas o? N Trvα, 8556„ d' eus.kot—, und 484 x* tor“ ³⁵ιις 0 5⁶w0,„½ᷣςννουνοιω νς εεωνμνμα 226 v553⸗5—, wozu man die Bemerkung bei Ameis-Hentze vergleichen möge. Auch was Schol. II zu p 496 befagt: ivεs„αον viong 7O6tas toh 5os 1o orntod, ütt o e ar ae do e dJear, did odto enkantyot Thy Sriſ?, welchem beiſtimmt Th. Bergl, Gr. Literaturgeſchichte, S. 101, A. 116, wo er fagt:«XIV. 495 iſt aus der Ilias interpolirt, weil man α am Anfange der Rede nicht verſtand»; auch dagegen erheben ſich Bedenken. Denn jener Einwand bedeutet nichts ohne den Nachweis, daß der Vers in den Zuſannnenhang nicht paffe. Der Vers erſcheint aber nicht nur anwendbar auch ohne nachfolgende Erzühlung des Traumes(an deren Fehlen W. C. Kayfer zu der St. Anſtoß nimmt) für einen Mann, der Aufmerkfamkeit erregen will, fondern zur Motivirung der plötz- lichen Rngſtlichkeit des Odyffeus geradezu nöthig. Dazu kommt, daß, wenn der Vers geſtrichen würde, es für die dann vorliegende Art eine Rede zu beginnen immerhin an genaueren Parallelſtellen fehlen würde. Denn die bei Carnuth a. a. O. p. 130 angeführten Stellen: * 174 6 Hl.bt, 05 14⁴ ᷣυαεαανοπ 8νν⁸ιν, eν νηρμνννι αικν -* 189 ihot, 0b Jag d' 1s, bn d5os 05b5 n e weichen ſowohl formell als inhaltlich in nicht unwefentlichen Beziehungen ab. Ich rechne daher den Vers im Anſchluffe an die meiſten Herausgeber(A. Kirchhoff, die hom. Odyffee, S. 363 u. 502, verwirft ihn) nicht zu den unechten, wohl aber zu den formelhaft verwendeten. ) Später bedeutete es dies allerdings. Vgl.: * 581 rod ort HB,Hv1Aν οεat Fy e 5?igp.
*) A 63. K 496.* 547. 90.
) B 6. B 8. B 16. B 22. B 56. B 80. E 150.( 49. 7. 206. 7. 222. 8 495.* 535.* 541.* 555. * 560. 1. 562.* 568. 1 581.„ 79. G. Curtius, Grundzüge S. 326 handelt über die Bildung des Wortes.
²) 3 841. Lobeck, path. g. s. elem. II p. 166. Vielleicht gehören noch einige der vorher aufgezühlten Beiſpiele hierher.
1⁰) 9 87. G. Curtius a. a. O. S. 179 handelt über die Bild. d. W.
¹¹) 5 809. Leo Meyer, Vergleichende Grammatik II S. 442 handelt über die Bild. d. W.
¹²) Beachte A 63 α⁴ν ιν ο οιιιν‧, ε[³ Ʒν Ʒa‿ dr Aibs dori. Ferner vergleiche b 87 mit o 90 u. a.


