Aufsatz 
Über die Ganerbschaften des deutschen Mittelalters
Entstehung
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34 Am 13. August überbrachte der Direktor dem Königlichen Gymnasium zu Cassel zu dessen hundertjähriger Stiftungsfeier die Glückwünsche des hiesigen Lehrer-Collegiums, deren solennen Aus- druck er in einer Votiftafel überreichte.*)

Die Nationalfeier am 2. September wurde seitens der Schule sowohl durch Theilnahme an der allgemeinen Volks- und Schulfeier: einem Fackelzug am Vorabend, dem sich die Realschüler bis zur Klasse Sexta abwärts mit Lampions unter Führung ihrer Lehrer anschlossen, und einem Festzug sämmtlicher Eschweger Schüler und Schülerinnen nach dem Standbild der Germania, das bekränzt wurde, als durch einen besonderen Actus in der Aula begangen, bei dem der Oberlehrer Eichenberg in seiner Festrede nach einem geschichtlichen Rückblick auf die Zeiten der deutschen Zerrissenheit und Ohnmacht die Bedeutung der glorreichen Waffenthaten des letzten Krieges für die Begründung eines einigen und mächtigen Deutschlands darlegte.

Die Herbstferien dauerten vom 27. September bis 11. October.

Der 18. Oktober, den Geburtstag Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen, vereinigte in der Morgenandacht die Anstalt zu besonders herzlicher Fürbitte für den geliebten Thronerben, den Gott in dem vergangenen Jahre mit so schwerem häuslichen Leid heimge- sucht hatte.

Weihnachtsferien waren vom 20. December 1879 bis 3. Januar 1880.

Während des letzten Quartals wurde von der Schule theils in einem hiesigen Saalbau, theils in der Aula eine Reihe von Abendunterhaltungen veranstaltet, deren Reinertrag zur Abzahlung auf die zur Anschaffung eines Conzertflügels für die Schule kontrahirte Schuld bestimmt war. Am 12. Januar fand eine Schüler-Aufführung statt: In Rübezahls Garten, Schulkomödie von Dr. Straumer, mit einem von Dr. Pontani gedichteten Prolog; dieselbe wurde am 16. Januar wiederholt. Am 26. Januar: Vortrag von Director Vogt über Schulkomödien. Am 9. Februar: Schüler-Aufführung des Körner'schen Dramas Joseph Heyderich, mit einigen die Handlung in den letzten deutsch- französischen Krieg verlegenden Aenderungen; danach Aufführung von Aufz. IV, Auftr. 2 von Minna von Barnhelm(Riccaut, das Fräulein, Franziska), dargestellt von einem Lehrer der Ansstalt und zwei Damen, Angehörigen von Lehrern; hierauf lebende Bilder, dargestellt von Schülern mit begleitenden Deklamationen oder Gesängen: David und Goliath(2 Bilder); Ich hatt' einen Kameraden; die Gesättigten; Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein; der Mai ist ge- kommen. Endlich dramatischer Vortrag von einem Freunde der Schule. Am 16. Februar Vor-

*) Q. B. F. F. F. S. Gymnasio Cassellano ante hos centum annos ab illustrissimo Hassiae landgravio Friderico II., subtili liberalium artium judice ac fautore, Lycei Fridericiani nomine ut pietatis atque laboris esset officina instituto, sanctissimi muneris officio per varias temporum vicissitudines recte et gnaviter perfuncto, in quo cum principes litterarum atque artium ingenuarum quam plurimi tum par illud nobile fratrum, litterarum germanicarum auctorum et quasi parentum, primis eruditionis ac doctrinae initiis sunt imbuti; cujus quod curae ac moderationi traditus est nobilissimus juvenis, princeps Germaniae juventutis, augustissimi et clementissimi Imperatoris summae spei nepos merito in suo honore ac felicitate omnes imprimis Hassiae scholae collocant, sacra saecularia a. d: XVIIII. kal. Sept. anni salutis CIoloCCCLXXIX rito celebranti vota solemnia nuncupant scholae Eschenewegensis quae Friderica Guilielma vocatur realis et progymnasialis rector et praeceptores, precantes Deum O. M. ut quem gymnasio Cassellano eximium locum adhuc teneri voluit in posterum tueatur servet confirmet, alumnorumque nunquam non copia abundet pio gratoque animo recordantium illud Ora et Labora. D. d. Eschenewegae mense Augusto a. s. CIoloCCCLXXIX.