ihren Ausdruck, bei welchem der Direktor das Lebensbild des dem deutschen Volke vor allem auch in den deutschen häuslichen Tugenden voranleuchtenden geliebten Kaiserpaares vorführte. Der an diesem Tage vereitelte gemeinsame Ausflug der Schule kam am 23. Juni, unter Betheiligung auch von Angehörigen der Lehrer und Schüler, zur Ausführung, unterstützt durch die bereitwillig gewährte Begünstigung der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Frankfurt a/M., welche eine bedeutende Preis- ermässigung für die Hin- und Rückfahrt auf der Strecke Eschwege-Hoheneiche bewilligt hatte. Von Hoheneiche aus wurde die Boyneburg erstiegen; ein die Rast unsanft abkürzender heftiger Regenguss trieb zu eiligem Aufbruch, aber die auf dem nahen Meierhof Datterpfeife von dessen Besitzer dem Herrn von Boyneburg gewährte gastliche Aufnahme ermöglichte den vollen Genuss des pald sonnenhellen Tages, an dem sich die fröhliche Schaar namentlich mit allerlei turnerischen Wettspielen belustigte, pis der hereinbrechende Abend zur Heimkehr mahnte.
Sommerferien waren vom 28. Juni bis 26. Juli.
Während der Sommerferien, am 22. und 23. Juli, tagte in der Aula der Realschule der hessische Zweigverein der Gustav-Adolf-Stiftung; am 24. Juli fand in derselben die öffentliche Jahressitzung der Wanderversammlung des hessischen Geschichtsvereins statt. Bei dieser Gelegen- heit wurde in den Räumen der Realschule eine Ausstellung veranstaltet, welche einen überraschend grossen und mannichfaltigen Reichthum in Eschwege und der Umgegend erhaltener, vorzugsweise hessischer, Alterthümer zur Anschauung brachte und für die Stunden, wo dieselbe allgemein zugäng- lich gemacht war, ein überaus zahlreiches Publikum anzog.
Mit dem Anfang des zweiten Schulquartals, am 28. Juli, wurde der an Stelle des Elementar- lehrers Rüppel als dritter Elementarlehrer zunächst provisorisch berufene Lehrer der Vorschule Salzmann in sein Amt eingeführt; nach seiner inzwischen erfolgten definitiven Bestellung wurde der- selbe am 14. November eidlich verpflichtet.
PFriedrich Salzmann, am 27. Juni 1856 zu Spangenberg geboren, aut dem Königl. Schullehrerseminar zu Schlüchtern für das Lehramt vorgebildet, versah nach der vom 25.— 29. September 1876 pestandenen ersten Prüfung vom 1. November 1876 an eine Lehrerstelle zu Albungen a. Werra und wurde, nach Absolvirung der zweiten(praktischen) Prüfung, bei der hiesigen Schule, welcher er seit dem 1. Juli als provisorischer Elementar- lehrer angehört hatte, definitiv als Elementarlehrer bestellt.
Am 28. Juli konnte der Direktor dem Lehrer-Kollegium die ihm durch das Kuratorium zugefertigte erfreuliche Verfügung Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 17. ejd. mittheilen, laut welcher der Herr Minister auf Grund des Beschlusses der hiesigen städtischen Behörden, die zur Gewährung des Wohnungsgeldzuschusses an die Lehrer erforderlichen Mittel der Schulkasse zu garantiren, die Zahlung desselben genehmigt. Der Unterzeichnete erfuüllt eine nicht nur durch die Rücksicht auf das persönliche Interesse der Lehrer. sondern auch durch die Wichtigkeit dieses Be- schlusses für die gedeihliche Fortentwicklung der Schule ihm auferlegte Pflicht, wenn er den ver- ehrlichen und hohen Behörden, deren Fürsorge die Anstalt die Gleichstellung mit andern höheren Schulen auch in diesem Theil der äusseren Ausstattung verdankt, auch an dieser Stelle aufrichtigen
und ehrerbietigen Dank ausspricht. 1 5


