— 47—
recht; bei Prunus pad., Berberis, Mahonia, den Amen- taceen wird der ganze Blütenstand hängend.
Bei den aufrechten tellerartigen Blüten(Phlox, Pri- mula) ist der Schlund oben eingezogen, sodaſs der Regentropfen darauf liegen bleibt, ohne einzudringen.
D. Die Verbreitung der Samen geschieht durch:
1. Herausschleudern derselben beim Offnen der Kapsel: Impatiens, Oxalis, Glycine. 2. durch den Wind:
Durch Hin- und Herbeuwegung der Kapseln werden die Samen ausgestreut: Sileneen, Papaveraceen, Campanulaceen.(Bei Regenwetter schlieſsen sich die Kapseln: Silene, Campanula, Linaria.)
Die Früchte sind geflügelt: Tilia, Acer, Carpinus, Fraxinus.
Die Samen sind geflügelt: Betula, Alnus, Pinus.
Die Samen haben einen Haarschopf oder federartige Anhänge: Salix, Populus, Epilobium, sehr viele Compositen: Carlina, Sonchus, Lactuca, Taraxacum.
3. durch Tiere:
Durch Vögel diejenigen mit genieſsbarer Samen- oder Fruchthülle: Sorbus, Crataegus, Morus, Sambucus, Viscum.
Durch das Fell von Säugetieren, die mit hakigen Frucht- oder Samenhäuten: Daucus, Bidens.
E. Die Samen werden auf dem Keimbett festgehalten:
1. Durch Klebstoffe, wenn die Samenschale glatt ist: Linum, Plantago, Lepidium sat., Viscum, Salvia- (Fruchtschale).
2. Durch Unebenheiten der Frucht- oder Samen-
Oberflüche: Die meisten Pflanzen(Agrostemma). Der Samen verklebt mit den Erdteilchen.
3. Dasselbe geschieht bei den mit Flügeln, Haar- schöpfen etc. versehenen Samen.
4. Besondere Bohrvorrichtung hat: Erodium.


