— 48— III. Wehre gegenüber den Tieren.
Wie die Pflanze durch Honig, Pollen etc. die Insekten lockt, die die Befruchtung zu besorgen haben, aber die andern abwehrt, so wehrt sie sich auch gegen solche gröfsere Tiere, die ihr keine Gegenleistung bringen:
So werden geschützt die Reservespeicher durch bittere, scharfe, giftige Stoffe bei: Gentiana, Saponaria, Solanum, Arum(alle von Mäusen nicht gefressen);
das Laub durch Gift(bereits durch den unangenehmen
Geruch für Menschen bemerkbar: Atropa, Datura, Aristolochia clem., Sambucus eb. für Menschen nicht, aber jedenfalls für das Weidevieh wahr- nehmbar: Aconitum, Helleborus, Colchicum, Daphne, Euphorbia(denn sie werden nie vom Wild oder Weidevieh berührt),
durch Dornen: Ulex, Berberis, Robinia, Prunus sp., Carduus, Onopordon, Carlina, Eryngium,
durch Stechborsten: Boragineen(Echium, Symphy- tum, Borago); Brennhaare: Urtica,
durch Widerhäkchen: Carex,
durch filæigen Uberzug, der in der Schleimhaut juckt: Verbascum, durch festgehaltenes Wasser: Alchemilla, feste Oberhautschichte: Equisetum;
die Früchte sind geschützt
durch Dornen und Stacheln ihrer Fruchtschale: Da-
tura, Castanea,
durch Dornen am Stengel: Rosa, die zwar Mäuse
abhalten, aber nicht Drosseln, Amseln,
durch vorher ungeniessbare Hullen: Juglans(Häher
und Eichhörnchen rühren sie vor der Reife nicht an),
durch stark riechende Stoffe: Cannabis, Humulus,
durch grelle Farbe: Physalis.
Dabei gibt es eine Reihe von Pflanzen, die ganz bestimmten Tieren zur ausschliesslichen Nahrung dienen, ohne dalſs eine Gegenleistung zu erkennen wäre:
Urtica der Raupe vom groſsen und kleinen Fuchs
und Pfauenauge,
Euphorbia cyp. Raupe des Wolfmilchschwärmers,


