Aufsatz 
Der Schulgarten der Bockenheimer Realschule zu Frankfurt a.M. / von Lud. Stelz und Grede
Entstehung
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Bei Verbascum th., Lonicera xyl., Oenothera, Epilobium beugt sich der Griffel bogenförmig an einen Staubbeutel;

Bei Campanula, Phyteuma, Aster, Arnica wird durch Zurückrollen der Narbenäste Pollen auf- genommen;

Bei Cuscuta und Menyanthes erfolgt bei an- haltendem Regen diese Selbstbefruchtung in geschlossener Blumenkrone.

C. Nebenerscheinungen bei der Befruchtung.

Das öffnen der Blüte findet zu der Zeit statt, wann die nötigen Insekten fliegen, also bei trockenem Wetter von Sonnenaufgang bis Mittag für die von Tag-Insekten besuchten(Mehrzahl derselben); von abends 6 Uhr an während der Nacht für die auf Nacht-Insekten angewiesenen Pflanzen(Datura, Oenothera, Hesperis, Lonicera capr.).

Die Dauer der öffnung hängt vom bollenreichtum ab, reiche Blüten bleiben nur 1 Tag geöffnet: Oxalis, Erodium, Arenaria, Iris.

Datura, Oenothera vom Abend zum nächsten, 2 Tage: Papaver, Rosa, Potentilla. 3 Tage: Lonicera, Agrimonia.

Zum Schutze des Pollens vor Nässe und Kälte schliessen Blüten von mehrtägiger Dauer die Blumenblätter gegen Abend: Paeonia, Nymphaea. Bei Taraxacum, Lactuca, Cichorium, Hieracium, Calendula schlagen sich die äusseren Zungenblüten nach innen zu einer Kuppel zusammen; bei Carlina thun dies die Deckblätter; bei den Coniferen schliefsen sich die Blattschuppen zu einer Art festem Zapfen; bei Plantago, Vitis schliefsen sich die Beutelfächer(bei feuchter Wit- terung).

Die Blütenstiele biegen sich bei Nacht abwärts: Ranun- culus ac.; Anemone nem., Solanum tub., Sonchus.

Die Blüten sind überhaupt während der Blütenperiode hängend, während sie in der Knospenperiode aufrecht sind: Calluna, Galanthus, Convallaria, Atropa, Physalis, Aquilegia, Campanula; bei Digitalis, Fritillaria, Epi- lobium werden nachher die Fruchtstiele wieder auf-