Aufsatz 
Der Schulgarten der Bockenheimer Realschule zu Frankfurt a.M. / von Lud. Stelz und Grede
Entstehung
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d. Bewegung der Staubfäden: Salvia, die

9.

III

IV.

beiden Fäden sind eingelenkt und mit Lappen versehen, an die das honigsuchende Insekt stöſst; Berberis, die Staubfäden schlagen bei Berührung gegen das Insekt,(Reizbarkeit).

Vorrichtungen, um unwillkommene Gäste, die heran- kriechen, abzuhalten.

Heracleum: Wasseransammlung in den bauchigen Blatttüten der oberen Blätter: Lactuca scariola: Ameisen durchschlagen mit den Klauen die prallen Milchsaftzellen der Blütenköpfchen und bleiben hängen; Lychnis visc. hat Leimringe um blütentragende Stengelglieder; Ribes gross. Drüsenhaare am unterständigen Fruchtknoten; Stacheln, Borsten schützen gegen Schnecken.

Durch Vorrichtungen und Bewegungen in der Blüte selbst.

Die Staubféden krümmen sich über die Narben der Nachbarblüten: Viburnum, Sambucus rac., Cornus mas. Vitis, Spiraea.

Die jüngeren Blüten mit reifen Staubgefässen stehen uber den älteren mit reifen Narben: Rheum, Um- belliferen, besonders Anthriscus.

Der durch die Narbe herausgebürstete Pollen wird bei den Compositen entweder auf die geöffneten Nachbarnarben geworfen oder durch Umrollen derselben von den ersten abgewischt.

Falls auf keine der 3 Arten I, II und III eine Kreuzung erfolgt ist, tritt

Selbstbefruchtung ein in der zweiten Hälfte der Blütezeit(z. B. bei anhaltendem Regen- wetter). Pollen wird auf die Narbe derselben Blüte gebracht.

Bei Fritillaria, Galanthus, Syringa fällt der Pollen auf die Narbe herab;

Bei Epilobium, Agrostemma, Hypericum ver- längert sich der Staubfaden so, dafs der Beutel über die Narbe kommt;

Bei Agrimonia, Umbelliferen biegt sich ein Staubfaden über die Narbe;