— 45—
d. Bewegung der Staubfäden: Salvia, die
9.
III
IV.
beiden Fäden sind eingelenkt und mit Lappen versehen, an die das honigsuchende Insekt stöſst; Berberis, die Staubfäden schlagen bei Berührung gegen das Insekt,(Reizbarkeit).
Vorrichtungen, um unwillkommene Gäste, die heran- kriechen, abzuhalten.
Heracleum: Wasseransammlung in den bauchigen Blatttüten der oberen Blätter: Lactuca scariola: Ameisen durchschlagen mit den Klauen die prallen Milchsaftzellen der Blütenköpfchen und bleiben hängen; Lychnis visc. hat Leimringe um blütentragende Stengelglieder; Ribes gross. Drüsenhaare am unterständigen Fruchtknoten; Stacheln, Borsten schützen gegen Schnecken.
Durch Vorrichtungen und Bewegungen in der Blüte selbst.
Die Staubféden krümmen sich über die Narben der Nachbarblüten: Viburnum, Sambucus rac., Cornus mas. Vitis, Spiraea.
Die jüngeren Blüten mit reifen Staubgefässen stehen uber den älteren mit reifen Narben: Rheum, Um- belliferen, besonders Anthriscus.
Der durch die Narbe herausgebürstete Pollen wird bei den Compositen entweder auf die geöffneten Nachbarnarben geworfen oder durch Umrollen derselben von den ersten abgewischt.
Falls auf keine der 3 Arten I, II und III eine Kreuzung erfolgt ist, tritt
Selbstbefruchtung ein in der zweiten Hälfte der Blütezeit(z. B. bei anhaltendem Regen- wetter). Pollen wird auf die Narbe derselben Blüte gebracht.
Bei Fritillaria, Galanthus, Syringa fällt der Pollen auf die Narbe herab;
Bei Epilobium, Agrostemma, Hypericum ver- längert sich der Staubfaden so, dafs der Beutel über die Narbe kommt;
Bei Agrimonia, Umbelliferen biegt sich ein Staubfaden über die Narbe;


