1.
2.
— 42—
Pollen wird in die Luft geschleudert: Morus, Urtica (bei Sonnenaufgang);
Pollen bleibt in Beuteln ofen liegen: Buxus, Fraxinus; Gramineen(Streubüchsen) stäuben meist früh; später Alopecurus, Phleum 7—8 Uhr, Gynerium 9— 10 Uhr, Agrostis 11 Uhr, Bromus 2 Uhr;
. Follen rieselt auf Rückeseite des unteren Blütenblattes:
Amentaceen, auf das untere Pollenblatt: Pinus pum., Taxus, Juniperus, Thuja, bis es bei mässig beuvegter Luft schräg aufwärts fortgetragen wird. Daher: Weibliche Blüten höher als männliche: Juglans, Alnus, Betula(Typha, Sparganium, Carex um- gekehrt). Bei Zwitterblüten sind in den tiefer stehenden Blüten die Staubbeutel reif, in den oberen die Stempel: Plantago, Rumex; die männ- lichen Pflanzen sind kleiner als die weiblichen: Cannabis;
II. durch Insekten:
1.
Die Blüte bietet trockenen warmen Nachtaufenthalt: Glockenförmige überhängende Blüten, Campanula, Digitalis, Papaver; Arum undAristolochia halten die Insekten längere Zeit im Gefängnis durch reusen- förmig gestellte Borsten(meist die Mücke,
Psychoda). . Sie bietet den Nachkommen Nahrung: Silene, Lychnis,
Saponaria werden durch kleine Eulen befruchtet, welche die Eier in den Fruchtknoten legen.
. Sie bietet den Insekten selbst Pollen: Papaver, Cle-
matis, Hepatica, Rosa, Verbascum. Diese haben viele Staubgefässe, der ausfallende Staub wird in den hohlen Blumenblättern gespeichert. Besuch besonders von Käfern und Fliegen.
. Sie bietet Honig bei Armut an Pollen. Honigapparate
siehe Morphologie. Diese liegen stets so, daſs die Insekten bei Erlangung des Honigs den Pollen von einer Blüte auf die Narbe der andern bringen müssen.
Ohnen sich die Beutel auswärts, so liegen die Honig- behälter ausserhalb der Staubgefäfse: Iris, Col- chicum; einwérts: Gentianeen.


