Aufsatz 
Der Schulgarten der Bockenheimer Realschule zu Frankfurt a.M. / von Lud. Stelz und Grede
Entstehung
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Sie ist zentripetal bei Pflanzen mit stark entwickelter rüben- artiger Pfahlwurzel und bei Zwiebelpflanzen.

Bei Erythraea, Primulaceen, Scrophularineen, La- biaten läuft eine Rinne vom oberen Blattpaar nach dem unteren am Stengel entlang.(Diese ist benetzbar, der Stengel nicht.)

Bei Rheum bildet das Blatt eine Auffangschale, die das Wasser durch die Rinne im Blattstiele nach der Wurzel leitet.

Bei Carthamus, Carduus Mar., Onopordon wird sämtliches auf die Blätter fallendes Wasser von Blatt zu Blatt bis zur Wurzel geleitet.(Durch Schrotkörner nachahmbar.)

Bei Phragmites, Phalaris wird das gegen den Stengel laufende Wasser durch eine Rinne am Grunde des Blattes seitlich abgeleitet, sodafs die Stengelscheide trocken bleibt.

Bei Zwiebelpflanzen sind die Blätter hohl oder tütenförmig: Tulipa, Hyacinthus, Majanthemum.

B. Durch die Verdunstung in den Blättern

wird die fortgesetzte Aufnahme neuen Wassers durch die Wurzeln ermöglicht. Dadurch kann die Pflanze die im Bodenwasser nur in äufserst geringen Mengen vorhandenen Nährsalze in genügender Menge an- sammeln. Dabei ist auffallend, daſs in demselben Wasser beisammen stehende Pflanzen doch ganz verschiedene Mengen derselben Stoffe aufnehmen. Gehalt der Asche von

an Nymphaea Chara Phragmites Na 30% 0,1% 0,4% Ca 19% 55% 6% Si 02 0,5% 0,3% 72%

Das Wasser verdunstet im Schwammgewebe der Blätter und gelangt durch die Spaltöffnungen nach auſsen..