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Die Verdunstung wird gefördert
durch zarte, nackte Blattoberhaut: Asperula, Arum, Daphne, Petasites(allen Schatten- und Sumpf- pflanzen),
durch Vermehrung der Zahl der Spaltöffnungen: Bras- sica ol. hat pro qmm 400, Sempervivum tect.(auf Felsenboden) pro qmm nur 10—20 Spaltöffnungen,
durch günstige Lage der Spaltöffnungen, die nicht durch Regentropfen verschlossen werden können. Sie be- finden sich auf der Unterseite der Blätter (Mehrzahl der Pflanzen), sind nicht netzbar in- folge von Wachsbelag(Iris germ.); Haaren Al- nus inc., Spiraea ulm.(Unterseite); Einsenkung der Spaltöffnungen in besondere Vorhöfe(Daucus). Die Spaltöffnungen befinden sich auf der Ober- seite: in 2 Wachsstreifen, Juniperus; bei Nym- phaea ist die Blattfläche in der Mitte höher und nicht netzbar.
Übermässige Verdunstung wird verhindert
bei jungen Blättern
durch Rollung(Crocus, Ornithogalum, Farne); Runzelung(Rumex, Rheum); Faltung(Alche- milla, Oxalis, Sorbus, Juglans); senkrechte Blatt- stellung(Aesculus); Woll- oder Filzdecke(Po- pulus, Pirus, Sorbus, Viburnum),
bei alten Blättern.
durch Faltung bei Trockenheit(Gynerium, Poly- trichum, Calluna vulg.), wobei die Spaltöffnungen in der gebildeten Rinne liegen; geringe Aus- bildung der Blattspreite(Equisetum, Scirpus, Juncus, Sarothamnus), verbunden mit dicker Oberhaut(Sedum, Sempervivum);
durch senkrechte der Mittagssonne weniger aus- gesetzte Blattstellung(Iris, Gladiolus), wobei die Zahl der Spaltöffnungen auf beiden Seiten gleich ist; Lactuca scar. stellt auf trocknem schattenlosen Boden alle Blätter in der Rich- tung Ost-West(Kompaſspflanze); durch starke Behaarung(Artemisia, Verbascum, Malva, Gna-
phalium).


