Aufsatz 
Der Schulgarten der Bockenheimer Realschule zu Frankfurt a.M. / von Lud. Stelz und Grede
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

ein, wenn wir uns auch nur auf die mit blofsem Auge oder mit der Lupe wahrnehmbaren Verhältnisse beschränkt haben. Wir wollen jedoch nicht uner- wähnt lassen, daſs es uns möglich ist, dank einer groſsen Sammlung mikroskopischer Präparate und einem ausgezeichneten elektrischen Projections-Appa- rate, den Schülern auch die wichtigsten physiolo- gischen Erscheinungen, soweit sie nur eine 100- und 300 fache Vergröſserung beanspruchen, vor Augen zu führen.

Die nachfolgende physiologische Zusammen- stellung gliedert sich in:

I. Leben der Pflanze als Einzelwesen,

II. Fortpflanzung derselben, III. ihre Wehre gegenüber dem Tierreiche.

I. Das Leben der Pflanze.

A. Wasserleitung zur Wurzel.

1. Nur die Wurzel nimmt das Wasser mit den Nährsalzen auf.

2. Form und Stellung der Blütter ist darauf be- rechnet, das Regenwasser nach den Orten der Saugwurzeln zu leiten.

Hottonia(untergetauchte Wasserpflanze) hat keine Spur von Saugwurzeln, saugt das Wasser durch die Oberhaut der Blätter auf.

Bei Alisma, Sagittaria(Sumpfpflanzen), die stets Wasserüberflufs haben, findet keine Beziehung zwischen Wurzeln und Blattstellung statt.

Die Wasserleitung ist zentrifugal bei Bäumen dadurch, daſs die Blätter schief dach-

ziegelartig nach aufsen stehen.(Saugwurzeln befinden sich da, wo bei Regen am Rande des Baumes das meiste Wasser steht). Aeseulus, Acer, Tilia,

bei Sohlingpflanzen ebenso: Menispermum, Tropaeo- lum, Aristolochia.