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Sekunda und Prima Schreinerei(Stelz).
1) Einfaches Blumengestell, gleiche quadratische Leisten. 2) Blumentopfuntersatz, Platten. 3) Gartenfuſsbänkchen, gleiche Leisten, Schweifen. 4) Kleiderhalter mit Holzhaken, Stemmen. 5) Handtuchgestell aus Latten: a. Platten gradeschief, b. Zapfen. 6) Besenhalter für die Küche, Schlitzen. 7) Eckbrett, Schweifen, Gratmachen. 8) Topfbrett mit Rahmen für die Küche, Schlitzen, Zapfen, Gratmachen. 9) Lesepult, Platten und Zusammensetzen mehrerer Leisten. 10) Werkzeugrahmen, Zinken, 11) Wichszeugkasten, 12) Handschuhkasten, Es hat jeder Schüler zwar enicht alle 12 Gegenstände hergestellt, wohl aber jede der in Frage kommenden Arbeiten ausgeführt. Die Gegenstände wurden sämtlich aus Tannenholz gefertigt, die im Wohnzimmer zur Verwendung kommenden gebeizt und gewachst, die anderen mit dünner Olfarbe(Erdfarbe ohne Bleiweiſs) gestrichen, sodafs die Holzfaser nicht gedeckt, die Art und Weise der Arbeit nicht verdeckt wird.
Sekunda und Prima. Dreherei, Kerbschnitt(Stelz).
1) Kreisel.
2) Eiergestell mit 4 Säulchen und Füſsen.
3) Büchergestell mit 4 Säulen, Füſsen und Spitzen.
Da wir die Drehbank erst im Oktober erhielten, so konnte erst ein Anfang mit Dreherei gemacht werden und nur mit zwei Schülern, die abwechselnd arbeiteten.
Im Kerbschnitt waren 9 Schüler thätig, darunter diejenigen, welche schon den Vorversuch mitgemacht hatten. Diese konnten daher schon recht umfangreiche, reich verzierte Gegenstände, wie Servierbretter, Handschuhkasten u. a. m. herstellen und die ersten Versuche in der schwierigen Aushebearbeit anstellen.
Während des Sommers war auch eine Anzahl Schüler unter Leitung von Herrn Knebel im Modellieren thätig. Allein trotzdem sich recht schöne Erfolge ergeben hatten, haben wir diesen Unterricht doch wieder fallen lassen, da das dazu nothwendige Abgiefsen in Gips seitens der Schüler sich als undurchführbar erwies, und somit nicht bleibende Gegenstände erzielt werden konnten. Wir werden den- selben, seiner hohen formbildenden Wichtigkeit wegen im Auge behalten und den Versuch machen, ob er sich nicht als Modellieren in Holz(Bildhauerarbeit) wird schulmäſsig gestalten lassen.
Die angefertigten Gegenstände sind selbstverständlich Eigentum der Schüler; nur wird von jeder Arbeit der besten die Ehre zuteil werden, in einer aufzustellenden Mustersammlung der Realschule Aufnahme zu finden. Es wird ein Jubel sein, wenn zum Schlusse jeder Schüler mit seinem Pack selbstgefertigter Sachen heimziehen wird. Für dieses Jahr wird dies erst im Juni geschehen können, da die Arbeiten gelegentlich des zu Pfingsten in Frankfurt a. M. stattfindenden„Kongresses des deutschen Vereins für Knabenhandarbeit“ zur Ausstellung kommen sollen.
Was nun die Erfahrungen anlangt, die wir hinsichtlich des Einflusses des Handfertigkeitsunterrichtes auf die Schüler gemacht haben, so sind diese ausnahms- los als günstige zu bezeichnen.
In erster Linie entwickelt derselbe die Gebrauchsfähigkeit der
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