— 1—
Unächt sind 396— 400, sollte selbst Pyrtäus sie schon gekannt haben, vgl. Frgm. 10, 5. 6. 11. 12 Bgk. m. 399. 400. Vor allem enthalten 399. 400. nur eine matte und zwecklose Wiederholung von 394. 95. Ferner lässt zwar erlεεαα,&xiueroiα eine dop- pelte Erklärung zu, entweder: geben zu dem, was Hesiod früher gegeben hat, oder: zu dem, was Perses geerndtet hat, wovon er aber nicht bis zur nächsten Erndte leben kann(vgl. 479— 82). Nimmt man jenes an, so fragt sich wieder, ob er ihm bei sei- nem neulichen Ansuchen(dc za o er', 710**) oder früher gegeben. Im erstern Falle ist die Verbindung mit unrichtig, denn dies soll ja ein Beispiel des undνν str anknüpfen. Demnach wäre zu glauben, dass er ihm allerdings früher gegeben, jetzt aber, wo Perses wieder haben will und noch immer die Gewährung seiner Bitte er- wartet, Nichts mehr geben wird. Statt dessen räth er ihm zu arbeiten mit der War- nung uαοτανεα☛-Aνακααασ. Er stellt ihm also die Lage erst in Aussicht, in welche er bereits gekommen ist. Dies Bedenken bleibt auch dann, wenn rlιεαᷣα vom Hinzuge- ben zu einem geringen Erndteertrag oder auch in der allgemeinen Bedeutung: zuthei- len(Theogn. 561) und æntiuεroœν zumessen(Luc. Im. 15) verstanden wird. Ausserdem scheint es doch kaum glaublich, dass Perses, der seinen Bruder wieder mit einer un- gerechten Klage bedrängt(35. 39), der nach dem Bisherigen und Folgenden zwar nur oya uorota besass, aber doch nicht dürftig ist— wenn dieser dennoch zu derselben Zeit die Hülfe seines Bruders in Anspruch nehmen und in banger Ungewissheit der Unterstützung dessen harren soll, der viel weniger als er selbst besitzt! Die Unver- träglichkeit beider Verhältnisse erkannte auch Twesten(S. 51) und sie leuchtet nur noch mehr ein, wenn man die Auseinandersetzung bei Heyer S. 20 liest. Wäre Perses wirk- lich gewesen, wie er dort aufgefasst ist, wozu ihm, der dann höchstens als ν½ das Leben fristen konnte, Vorschriften, wie sie dieses Gedicht enthält?— Auch im Einzelnen geben die Verse Bedenken. Der Gebrauch der Anrede nrte Iéoon ist hier wie 633 abweichend von der sonstigen constanten Anwendung. Wo Perses zum ersten und in den ächten Theilen des Gedichtes einzigen Male angeredet wird 286 ueræ eirie IIéoon soll durch diesen mehr scheinbaren Vorwurf die Aufmerksamkeit für die folgenden Belehrungen durch den mit höherer Einsicht Begabten erweckt werden, wie in dem Orakel Her. I, 85 vergl. Theog. 25. C 25, auch 1 226 vgl. m. 233.(Hor. Carm. III, 1.)
Im Uebrigen findet sich die Anrede mit vijmte bei Homer und Hesiod nur, wo


