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ten, sicher bekannt, das Letztere auch etwas störend dadurch, dass das eben als Vorschrift Eingeschärfte(doοναιιασ μιοων) sogleich als selbstverständlich wiedererwähnt wird(xaοαασνεέννυιοmυσwv. Die Verse sind für unächt erklärt auch von Schaubach und Lehrs(S. 189; doch ist, was er über die Genet. abs. bemerkt, schon von G. Her- mann und Ranke S. 23 widerlegt worden).
Die vorige Regel wird näher bestimmt 388— 92, indem für Ebenen, Meeresküsten und Thäler— nicht für die höheren Gebirgsgegenden— die Zeit der Feldarbeiten auf den Theil des Jahres beschränkt wird„cum nudus facere potueris vel cum propter tempestatem nudare te potueris“(Göttl. cf. Proc., zur Erkl. der Sache Sc. 287 em- —ro*⁴onν d erdα oaxναo), sollen anders diese Arbeiten zur rechten Zeit stattfinden 393 ei dια αᷣer ⁸ενιmνισρα οωeναά*εονεμεᷣανασ OrVreos.(oult. ist wohl Passiv. vgl. Z 490.) So allein kann auch der Ertrag zur rechten Jahreszeit kommen: ⁴ςα τoα εέᷣααota doi desnrat: an welchen Worten Lehrs(S. 188) und Göttling, die Absichtlichkeit der Wie- derholung von do verkennend, mit Unrecht Anstoss nahmen(vgl. Vollbehr S. 65). — 388— 90 haben allerdings Bezug auf eine bestimmte Oertlichkeit, aber sicher nicht auf Attika, wie Lehrs vermuthete(S. 187). Denn die dürre, unfruchtbare Diakria konnte nicht bezeichnet werden mit dyed Snoœerra— mioyd I6Ooy, wohl aber passt die ganze Stelle auf Hesiods Heimath, die Gegend um den Helikon(vgl. Ranke S. 33) mit weiten Ebenen und fruchtbaren Thälern(s. O. Müller, Orchomenos S.8S8) in der Nähe der Meeresküsten. Denn ντονινηνυαυαενοντοο ¶‿⁶τιο⁶ει soll hier nicht eine bedeutende Ent- fernung bezeichnen, sondern vielmehr, dass die Thäler am Nordabhang des Helikon durch diesen vom Meere getrennt sind.
Dem, welcher nicht zur rechten Zeit seine Felder bestellt, droht Mangel 393. 94. Jedoch nöthigt der Ausdruck ardcoye(mit der Constr. ar. alloroiove oiwove vgl. Theogn- 922 mroxeuer Gllors mderas) hier nicht ohne Weiteres in dem Sinn wie 0 227. 363. Tyrt. 10, 4 Bgk. die Armuth des Bettlers zu verstehen, denn der eigentliche aroxe ver- hält sich nur als eine Species zu dem generellen Begriff des Verbums. Vielmehr wenn Einer zu geringen oder nicht rechtzeitigen Ertrag von seinen Feldern erndtet, muss er von Andern borgen, was ihm fehlt(349— 51. 478). Aber es ist natürlich, dass diese dem, welchen sie als schlechten Wirth kennen, Nichts geben(395) und dass ein sol-
cher allerdings nach und nach verarmt(341. 496. 97).


