„Triumph der Liebe“.
„Suchten auch die Geiſter ohne ſie den Meiſter? Liebe, Liebe leitet nur zu dem Vater der Natur Liebe nur die Geiſter“.
Die folgen des beiſterzuſammenbangs.
Die Folgen dieſes Zuſammenhangs ſind gegenſeitige Ausbildung der Seelenfähigkeiten, Richtung des Willens nach dem Vollkommenen! Warum alle Vergnügungen der allgemeinen Liebe? Einzig aus dieſer letzten Grundabſicht, die Vollkommenheit des Nebenmenſchen zu befördern“.
S. 13. Z. 34 bis S 14, Z. 3,„So kann ſich Seele in Seele ſpiegeln, ſo der Schöpfer ſelbſt ſein großes Bild in menſchliche Seelen zurückwerfen. So kann Wonne des Freundes in die Seele des Freundes hinüberjauchzen. Man vergleiche die 5. und die 6. Strophe der Freundſchaftsode,— Liebe iſt die Leiter, auf der wir emporklimmen zur Gottähnlichkeit“, aus„Theoſophie des Julius“.
Ciebe in ibrer Heziebung zum Hlauben an Gott und an Unſterblichkeit.
Die Liebe bringt den Glauben an die Gottheit, an die Unſterblichkeit und Tugend hervor nach folgenden Stellen::
„Theoſophie des Julius“ S. 124, Z. 37, 125, Z. 36.„Ich glaube an die Wirklichkeit einer uneigennützigen Liebe. Ich bin verloren, wenn ſie nicht iſt: ich gebe die Gottheit auf, die Unſterblichkeit, die Tugend.“
„Triumph der Liebe“.
„Wer zerriß das Heiligtum, zeigte dir Elyſium durch des Grabes Ritze? Lockte ſie uns nicht hinein, Möchten wir unſterblich ſein?“
Wenn Schiller die Nächſtenliebe ſo hochſtellt, wie ſehr muß er dann den Haß und die Selbſtſucht verabſcheuen! Es wird von Intereſſe ſein, hierüber einiges zu erfahren. Im folgenden ſtellen wir die Stellen über Liebe und Haß, Liebe und Selbſtſucht zuſammen. Sie gehören in unſer Kapitel: Zweck, Wirkungen und Folgen der Liebe, da ſie von der aufbauenden Wirkung der Liebe und der zerſtörenden des
aſſes und der Selbſtſucht handeln. 3 Liebe und ffaß.
Ciebe und Selbſtſucht.
Aus dem Gedichte„Die Freundſchaft“ ſei angeführt die Stelle:„Tote Gruppen ſind wir, wenn wir haſſen; Götter, wenn wir liebend uns umfaſſen“.
„Theoſophie des Julius“ S. 122, Z. 20 f:„Wenn ich haſſe, nehme ich mir etwas; wenn ich liebe, werde ich um das reicher, was ich liebe“.
„Egoismus iſt die höchſte Armut eines erſchaffenen Weſens“.— 125,30:„Egoismus errichtet ſeinen Mittelpunkt in ſich ſelber; Liebe pflanzt ihn außerhalb ihrer in die Achſe des ewigen Ganzen. Liebe ver⸗ ſchenkt, Egoismus leiht....“
Don Carlos, Vv. 2412— 2423:„Einſt war's ganz anders, ja einſt, da warſt du reich; Wie arm, wie bettelarm biſt du geworden, ſeitdem du niemand mehr liebſt, denn dich ſelbſt“. Beſagen dieſe Verſe nicht faſt dasſelbe, wie in der vorigen Stelle die Worte:„Egoismus iſt die höchſte Armut,...?
Die Liebe befähigt zur Aufopferung nach den Ausführungen des Kapitels„Aufopferung“ in der„Theoſophie des Julius“.
„Theoſophie des Julius“ 125, 4 und 5.„Ein Geiſt, der ſich allein liebt, iſt ein ſchwimmender Atom im unermeßlich leeren Raume..
„Ich fühle es lebhaft, daß es mich nichts koſten ſollte, für Raphaels Rettung zu ſterben. Theoſ. des Julius. 125, 12 und 13. Poſa bringt der Menſchheit und ſeinen Freunden ein ſolches Opfer.
Bei Beſprechung der Ethik des Don Carlos werden wir zum Erweiſe der Nächſtenliebe Poſa⸗


