Aufsatz 
Metrik für Gymnasien / vom Gymnasiallehrer Steiger
Entstehung
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scheiden(§. 12), und weiter solche aus Logaöden(§. 34), episynthetischen Dactylo-Trochäen(§. 41) und Dochmien(S§. 42). Dabei finden sich indessen oft genug auch allöometrische Reihen, welche aber den einheitlichen Gesammtcharakter eines Systems gewöhnlich nicht alterieren.

56.

1. Der Gebrauch der Dactylen ist ein doppelter:

a. mit vierzeitiger Messung im Chorlied Oed. Tyr. 151 158= 159 166, wo sie, wie die eigentlichen zοοιικα immer, antistrophische Responsion haben. Die Gleichheit der Arsis und Thesis gibt würdevolle Gleichmässigkeit und Feier- lichkeit.

b. mit cyclischer Messung in Gesängen αeνν und Kommen. Hier sind sie bei Sophocles gewöhnlich deνι⁴ει‿ο drcog gebaut; die vorwiegende Reihe ist die Tetrapodie. Der Character ist leidenschaftliche Erregung. Beisp. Phil. 11961209.

Nur der Kommos Fl. 121 ff. zeigt, da er die Stelle der Parodos einnimmt, antistrophische Gliederung.

57.

2. Den Anapästen gibt das Emporsteigen von der Anacrusis zur Arsis mehr Energie und Schwung, ohne ihnen den Character der Gleichmässigkeit zu nehmen, wodurch sie vor allen andern Metren zu Marschrhythmen geeignet werden. (cf.§. 48, 2.)

a. Die Tragödie hält zunächst diesen Gebrauch fest: Marschanapäste. Die Form derselben ist ausschliesslich die des dαποεανυννμενον εε 6%(§. 46a). Eine beliebige Anzahl von catalectischen Dimetern(§. 47, 17) verbindet sich mit einem schliessenden Parömiacus(§. 47, 18) zu einem Hypermetron. Den Gang des Rhythmus noch lebendiger zu machen, werden einzelne Monometer(S§. 47, 13) eingestreut. Beisp. Aias 134 ff. Solche Systeme erscheinen beim Einzug des Chores(Sei es vor dem Beginn des eigentlichen Parodos- gesanges wie im Aias oder in denselben eingeschoben wie in der Antigone), beim Abzug des Chors am Ende, auch beim Auf- oder Abtreten der Schauspieler. Vorgetragen werden