Aufsatz 
Metrik für Gymnasien / vom Gymnasiallehrer Steiger
Entstehung
Einzelbild herunterladen

A. Allgemeiner Theil.

I. Rhythmus im Allgemeinen und seine Anwendung auf die Sprache. Tact, Reihe, Periode.

1.

Rhythmus ist die gesetzmässig geordnete Aufeinander- folge bestimmter Zeittheile, die ausgefüllt werden entweder durch Bewegungen Tanz oder durch Töne Musik oder durch Laute der menschlichen Sprache gebundene Rede(Poesie). Die gebundene Rede unterscheidet sich dem- nach von der ungebundenen eben dadurch, dass bei dieser der Component in der Anordnung ihrer Elemente, der Sylben und Wörter unbeschränkt ist, bei jener sich der durch das Gesetz des Rhythmus gegebenen Ordnung fügen muss.

2.

Jene Zeittheile zu bestimmen, wird ihre Dauer gemessen, wobei man als rhythmisches Grundmass den kleinsten der- selben festsetzt, durch welchen sich die übrigen ohne Bruch- theil dividieren lassen, denxο⁶νοο επιαισαοον:. Von ihm ist das Doppelte derxοemο dαeνιαι(σmν):, das drei- fache derxοονοο οιοmμε:, das Vierfache derxνοσ rerοαοσνμοι: u. s. f..

Die gewöhnliche Versbildung erfolgt durch den xoοos 1⁴τ% und den diεοωναοο, welch' letzterer als das dopbpelte des ersteren durch zwei xοeκι ꝓιιοσι ersetzt werden kann:

3.

Je drei bis sechs z0 71900r0, vereinigen sich zu einem Tact, σςσ, der durch die stärkere Hervorhebung eines xoοονοο, den Ictus, als Einheit empfunden wird, z. B.

Anm.TTodε⁹, weil die Alten den Tact mit dem Fusse stampften.

1