— 44—
VI. Elementarlehrer: 1. Spangenberg, 2. Gottschalk, 3. Jürgens, 4. Erdmann, 5. Allwohl. VII. Religionslehrer, A katholische: 1. Kaplan Hoffmann, 2. Nau. B israeliti- sche: Dr. Stein. VIII. Technische Lehrer: 1. Zeichnen Karbiner(ordentlicher Zeichenlehrer),
2. Turnen Boppenhausen. Siehe ausserdem die Bemerkung zu Turnunterricht pag. 40.
Veränderungen sind also in der Art eingetreten, dass zu den bisherigen die Lehrer Heyden- reich, Dr. Danker, Dr. Wetzell, Allwohl hinzugekommen sind.
Heydenreich, Heinrich, geboren den 27. Januar 1856 zu Lichtenau, Provinz Ilesson-Nassau, evan- gelischer Konfession, besuchte von Ostern 1869 bis Ostern 1876 das Gymnasium zu Hersfeld, studierte von 1876 bis 1880 in Halle, Berlin und Göttingen Mathematik und Naturwissenschaften, bestand am 8. Mai 1880 in Göttingen die Prüfung pro fac. doc. und ist seit Juni 1880 als Probekandidat an der Realschule I. O. in Kassel thätig. Von dem 1. August vorigen Jahres ab wurden ihm diejenigen Stun- den übertragen, die der erkrankte Reallehrer Schwarz bis dahin gegeben hatte.
Danker, Otto, geboren zu Dreileben bei Magdeburg am 13. Oktober 1852, evangelischer Kon- fession, besuchte die Realschule I. O. zu Magdeburg, die er Ostern 1872 mit dem Zeugnis der Reife verliess. Von Ostern 1872 bis Weihnachten 1877 studierte er in Halle und Strassburg neuere Sprachen und Geschichte. Im Dezember 1876 erwarb er sich zu Strassburg die philosophische Doktorwürde und bestand im Dezember 1877 eben daselbst die Prüfung pro fac. doc. Von Ostern 1878 bis 1879 leistete er am Königl. Audreanum in Hildesheim, zugleich als Hilfslehrer angestellt, das Probejahr ab. Von Ostern 1879 bis Juli 1880 besuchte er zu seiner weiteren Ausbildung in den modernen Sprachen Genf, Paris, London und die Insel Wight. Am 1. August 1880 trat er als wissenschaftlicher Hilfslehrer an hiesiger Anstalt für den abgehenden Dr. Ortmann ein. Vom 1. Oktober 1872 bis dahin 1873 diente er als Freiwilliger in der Armee, der er jetzt als Landwehr- Offizier angehört.
Wetzell, Otto, geboren am 31. Januar 1856 zu Homberg, Provinz Hessen-Nassau, evangelischer Konfession, besuchte vom Herbst 1866 an die höhere Bürgerschule zu Kassel, welche er Ostern 1871 mit dem Zeugnis der Reife verliess um Kaufmann zu werden. Im Herbst 1876 entschloss er sich Mathematik und Naturwissenschaften zu studieren, bezog Ostern 1877 die Universität Strassburg und besuchte darauf, nachdem er Ostern 1877 das Zeugnis der Reife an der Realschule I. Ordnung zu Kassel sich erworben hatte, bis Herbst 1880 die Universitäten Berlin und Marburg. Von letz- terer wurde er im Januar 1881 zum philosophischen Doktor promoviert und bestand in demselben Monat das Examen pro fac. doc. Der hiesigen Anstalt wurde er zur Ableistung seines Probejahres durch Verfügung Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 3. März c. zugewiesen.
Allwohl, Heinrich, geboren am 11. Januar 1856 zu Erfurt, evangelischer Konfession, besuchte die Mittelschule und darauf, in den Jahren 1873 bis 1876 das Seminar daselbt. Nach bestandener Abgangsprüfung erhielt er seine erste provisorische Anstellung als Volksschullehrer. Nachdem er seiner Militäpflicht durch Dienst im Heere genügt hatte, legte er im Herbst 1879 sein Staatsexamen am Seminar zu Erfurt ab, wurde definitiv für Wollersleben, Kr. Nordhausen, bestätigt, trat jedoch in den Reg.-Bezirk Kassel über und wurde am 1. April 1880 mit der Verwaltung einer Elementar- lehrerstelle an hiesiger Anstalt betraut.
Es gehören also nicht mehr dem Kollegium an: Dr. Ortmann, der am 31. Juli 1880 abging, um eine Oberlehrerstelle an der Realschule II. O. in Neumünster zu übernehmen; Dr. Hunrath, welcher zur Fortsetzung seines Probejahres am 8. Mai 1880 dem Gymnasium in Marburg überwiesen wurde, wo er zugleich einen beurlaubten Lehrer vertreten sollte; Kandidat Mohrmann, welcher


