Aufsatz 
Entstehung und äußere Form der romantischen Bearbeitung der Sage von "Flore und Blanscheflur" durch Sophie Bernhardi
(geb. Tieck)
Entstehung
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etwa 17 Beispielen; z. B.(IX 26 ¹):In solcher Pein, grausamer Herzensqual. Beispiele mit einem zweisilbigen, spondeischen Worte sind wieder am seltensten anzutreffen, bloß etwa I1 mal; z. B.(VI 3): Der Liebesweh aushaucht in Melodien. Dieselben rhythmischen Freiheiten, die sich Bernhardi an diesen beiden Stellen erlaubte, kehren nun auch in allen anderen Versfüßen wieder, nur natürlich in äußerst beschränkter Zahl. Alle drei genannten Variationen, vom ein- bis dreisilbigen Wort, sind nur mehr im 2. und 4. Versfuß anzutreffen, während im 5. Fuße der rhythmische Wechsel bei Gelegenheit eines einsilbigen Wortes bereits entfällt. Am häufigsten findet sich noch in den drei Versfüßen die abweichende Betonung bei einem dreisilbigen Worte des obigen Typus, besonders im 4. Versfuß; z. B. VI 23 ²:Das kühne Herz, in der sehnsücht'gen Glut(etwa II mal); oder ein einsilbiges Wort; V 33:Und weiß warum ihr jetzt süß träumend schweigt; und endlich mit einem zweisilbigen, spondeischen Worte: IX 41 2:Daß durch die Kammer sich hinstreun die Blüten. Für den fünften Versfuß: IV 103:Zwei Kinder, die in Liebe sich an- lachten; noch etwa 12 Beispiele finden sich davon. Ein zwei- silbiges Wort in demselben Versfuß kehrt noch 5 mal wieder: IV 32 5: Bis er die schönen Augen matt aufschlug. Schließlich als Typen für die seltenen Fälle im 2. Versfuß seien genannt: X 52*:Die reich anmutig ihm die Stirn umspielen; oder IX 51*:Sich beid' anschaun mit glänzend klaren Augen; für ein einsilbiges Wort: X 31*:Er sprach: Ihr, die als Richter ich beschieden, nur in 2 Beispielen zu zählen. Außer diesen einfachen Formen finden sich aber auch Variationen, wo zwei verschiiedenartige Typen dieser Art miteinander vereint in demselben Verse auftreten und dadurch in zwei Versfüßen zugleich den regelmäßigen Khythmus beeinträchtigen. Besonders gegen das Ende der Verszeilen hin hat Bernhardi diese Freiheiten ein- geschaltet, jedoch so, daß sie durchaus nicht immer zwei aneinander stoßende Versfütße treffen müssen, sondern oft auch zwei, voneinander ganz getrennt liegende, berühren. Am häufigsten findet sich die Ver- bindung eines einsilbigen und eines dreisilbigen Wortes der obigen Typen so angeordnet, daß entweder in dem ersten Versfuß das einsilbige die schwebende Betonung verursacht und in dem zweiten das drei- silbige oder umgekehrt, z. B. die erstgenannte Reihenfolge für den 1. und 4. Fuß: IV 70*:Fluch, rief der König, der unsel''gen Stunde; oder die umgekehrte Folge für den 1. und 3. Fuß: IV 37 8:Lieb- reizend so Gang, Stellung und Gebärden. Seltener treten einsilbige Wörter allein in zwei verschiedenen Versfüßen derselben Zeile in dieser Weise auf; z. B. noch für die gleichen Versfüße: VI 42*:Mild sprach der Greis: Wohl alles, was ich kann. Zweisilbige Wörter des TypusPalâst, die also heute den Ton gewöhnlich auf der 2. Silbe tragen, gebraucht Bernhardi, wie ihr Vorbild W. Schlegel, nur mit jambischem Tonfall in der StéllungQ: z. B. X 489: