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weitert und dem inhaltlichen Werte, wie der jeweiligen Beschaffenheit der betreffenden Stelle, vollkommen willkürlich angepaßt. Schiller be- folgte wohl auch diese Art, gestattete sich aber bei weitem nicht eine solche Freiheit wie Bernhardi¹), da sein Werk immer noch näher einer Übersetzung stehen sollte als einer vollständig freien Nachdichtung. Dadurch jedoch, daß Bernhardi mehr oder weniger bloß das Wesen und die Grundzüge der mhd. Sage beibehalten und dazu noch ihre eigenen, neuen Elemente hineinbringen wollte, war sie förmlich ge- zwungen, mit den mhd. Versen inhaltlich freier umzugehen und sie beim Bau der Stanzen nur nach den jeweiligen, praktischen Rück- sichten zu verwenden. Bei Schiller bewegen sich die Grenzen bloß zwischen vier und neun Hexametern, bei Bernhardi aber zwischen zwei bis zu achtundzwanzig mhd. Reimzeilen; so weit wurden sie aus- gedehnt. In der Art dieser Wiedergabe des Fleckschen Originals zeigt sich eine genaue UÜbereinstimmung mit dem stärkeren oder geringeren Hervortreten eigener, selbständiger Dichtung. Dort, wo ihre Hinzu- fügungen am größten sind, sind auch die Grenzen bis in das äußerste Extrem hinaufgeschraubt. Besonders am Anfang und gegen Ende des modernen Epos tritt dieser Umstand deutlich hervor. In den ersten Gesängen ²) hält sich die niedrigste Grenze immer zwischen zwei und drei, die höchste zwischen zweiundzwanzig und dreiundzwanzig mhd. Versen, und ebenso gegen den Schluß des Gedichtes ³), wo letztere bis zu achtundzwanzig Reimzeilen ansteigt; im mittleren Teile dagegen sind die beiden Extreme einander bedeutend näher gebracht und be- wegen sich bloß zwischen vier bis zu zwanzig mhd. Kurzversen¹). Natürlich beziehen sich diese Zahlen schon auf die äußersten Grenzen, zu denen Bernhardi in dieser Hinsicht schritt, während sie durch- schnittlich etwa nur zehn bis elf mhd. Zeilen zum Bau einer Stanze verwendet hat. Auch hier lassen sich die entsprechenden Schwankungen konstatieren, nur müssen sie sich jetzt im entgegengesetzten Verhältnis
¹) Vgl. Hermann Dettmer: Progr. a. a. O. S. 20— 21.
2) Z. B.:—
I 21 entspricht V. 359— 60= 2 Zeilen; dagegen z. B.: I31 entspricht V.(dee) 26 Zeilen; II 20„ V. 773— 75= 3„ II 69„ V. 1351— 68= 23„ III 22„ V. 1437— 38= 2„usw. III 63„ V. 1911— 33= 24„usw. 3) Z. B.: 06—29 X 37 entspricht V. 6630— 32= 3 Zeilen; dagegen z. B. VIII 63 eutsprieheV.(393 3= 28Zeilen; XII9„ V. 7672—73= 2„ XZ4„ V. 6572— 95= 24» XIIZO„ V. 7761— 62= 2„usw. XI26„ V. 7376— 7402= 27„usw. 4) 2Z. B.: 3— VIIA6 entspricht V. 4359— 62=4 Zeilen; dagegenz. B.: VIAentspricht V. 3631— 47= 17 Zeilen; — 3812— 15]. . 5—08— 7„.= I VII5O„ V. 4405— 08=4„ VI39 ESs 3-n) 7» 3— 60 VIIIS3„ V. 5203— 06= 4„ usw. VII3Z7„ V.[4244 1-=2o„usw.
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