Aufsatz 
Die objektive Apperzeption und ihre pädagogische Bedeutung
Entstehung
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Dieſe Beziehungen nach außen ſind in ihren weſentlichen Grundzügen räunliche, zeitliche und kauſale Beziehungen. Wir beginnen mit der Raumbeziehung, da ſie Vorausſetzung der objektiven Zeitbeziehung iſt.

1. Die Raumbeziehung.

1. Nach außen beziehen und in den Raum beziehen iſt ein⸗ und dasſelbe. Wir können keine ſinnlich gegebene Vorſtellung anders nach außen beziehen als in den Raum, und der Raum, was er auch außerdem ſein möge, iſt die Form, in die wir ganz unmittelbar und unwillkürlich hineinbeziehen müſſen. Sobald unſere Vorſtellungen von Gegenſtänden entwickelt ſind, treten ſie uns im dreidimenſionalen Raum in geordneter Gruppierung entgegen alsdie Welt. Allein, ſo⸗ weit wir nach Analogie unſeres ausgebildeten Raumbewußtſeins ſchließen dürfen, wird dieſe Gruppier⸗ ung nicht derart geſchaffen, daß wir gewiſſe Vorſtellungen, die wir in dem Bewußtſein träfen, einzig auf Grund beſonderer inhaltlicher Eigenſchaften nach außen bezögen und rein ſynthetiſch(an⸗ gliedernd) im Raume verbänden. Im Gegenteil, überall, wo wir eine neue auf den Raum bezüg⸗ liche Vorſtellung treffen, wird ſie von vorn herein auf dem räumlichen Untergrunde einer vielleicht ganz unbeſtimmten Vorſtellung geſondert; ſie wird aus dieſem Untergrunde analytiſch herausgehoben und dann erſt ſynthetiſch auf ihren beſtimmten Ort bezogen und mit anderen Vorſtellungen daſelbſt verknüpft.

Wir können uns zur Verdeutlichung wohl folgendes vorſtellen: Wenn wir in einer unbe⸗ kannten, von Nebel umhüllten Berggegend ſtehen, ſo treten uns, ſobald der Nebel weicht, da und dort einzelne Spitzen, einzelne Berglinien, ein Feld, ein Waſſerſturz, eine Matte, ein Haus zerſtreut hier und dort entgegen. Erſt ganz allmählich bilden wir uns daraus einen Zuſammenhang, fixieren einzelne Orte und ſehen endlich ein zuſammenhängendes Bild. Auf dieſem treten uns immer wieder neue Einzelheiten hervor, Gipfel ſchieben ſich zwiſchen Gipfeln heraus und es bedarf oft langer Mühe, ehe wir auch nur einigermaßen die analytiſch aus dem Geſamtbilde heraustreten⸗ den Vorſtellungen geordnet, dasvor undhinter undneben beſtimmt, d. h. alle uns hervor⸗ getretenen Einzelheiten auf ihren richtigen Beziehungsort im Geſamtzuſammenhang bezogen und die verſchiedenen Orte richtig im Bewußtſein verbunden haben. Immer iſt es dabei eine beſchränkte Anzahl von Einzelheiten, die auf einem, zunächſt noch unbeſtimmteren Untergrunde hervortreten; auf dieſem werden ſie dann fixiert, wie der Geometer gewiſſe Punkte auf dem Felde fiyxiert; und die geiſtige Verbindung dieſer(freilich ſinnlich beſtimmteren) Punkte bildet dann gleichſam das Netz, in dem wir das geſamte, in ſeinen Einzelheiten unüberſehbare Landſchaftsbild auffangen. In dem Maße, als dieſes Netz ſelber beſtimmt wird, ordnen ſich dann neue, aus der Mannigfaltigkeit herausgehobene Einzelheiten leichter und ſicherer, bis wir endlich gar nicht mehr fragen, ob jener Fels vor dem Berge oder an ihm iſt, ſondern ihn unmittelbar in der richtigen Verknüpfung wahrnehmen. Perzeption und Apperzeption fallen dann zuſammen; wenigſtens für das gewöhnliche Bewußtſein.

2. Danach haben wir an der räumlichen Vorſtellung zu ſcheiden a) den Untergrund, den mehr oder minder unbeſtimmten gemeinſamen Ort, von dem wir die Vorſtellungen abheben. b) Die Thätigkeit, welche die beſondere Vorſtellung von dem Untergrunde loslöſt und geſondert ins Bewußtſein hebt(Analyſe). c) die Beziehung auf die beſtimmte Stelle am Untergrund, den Beziehungsort, und damit die Verknüpfung mit den übrigen hierhin bezogenen Vorſtellungen, die Syntheſe. Dieſe drei ſind unerläßlich zur Bildung aller unſerer räumlichen Beziehungen, ſo verſchieden auch im beſonderen Falle die pſychologiſchen Anläſſe und Bedingungen ſein mögen.

3. Zu betonen iſt dabei vor allem der Beziehungsort als ein außerhalb der beziehen⸗ den Vorſtellungen gedachter Ort. Die Beziehung auf ihn iſt im Bewußtſein; er ſelber wird außer⸗