Aufsatz 
Über das Alter der roten Konglomerate zwischen Frankenberg und Lollar / von Georg August Philipp Stamm
Entstehung
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eines rötlichgrauen krystallinen Dolomites. Lepsius will dieselben lieber dem Rotliegenden als dem Zechstein zurechnen, da in denselben noch keine Zechsteinfossilien gefunden sind. Und in der That scheint diese Ansicht in Anbetracht der oben erwähnten weiten Verbreitung des Dolomites in der obersten Zone des Rotliegenden von der Wetterau bis in die Alpen die richtige zu sein.

Leppla*) will allerdings in einer handhohen Dolomitbank der Stufe der roten Schiefer und thonigen Sandsteine am Südabhang des kleinen Hohenberges bei Albersweiler Ueberreste mariner Zechsteinbivalven in nicht besonders günstiger Erhaltung gefunden haben. Er hält diese Schichten deshalb für gleichalterig mit dem Heidelberger Zechsteinvorkommen.

Ausbildung des Rotliegenden zwischen Frankenberg und Lollar.

Nachdem ich die Entwickelung des Rotliegenden südlich des Vogelsberges besprochen habe, wende ich mich zu der Gegend von Frankenberg Battenberg Marburg Lollar.

Die Angabe über die Verbreitung der roten Konglomerate von Leimbach, Holzapfel und von Dechen sind teilweise ungenau. Ich gebe deshalb das Vorkommen derselben so genau an, wie ich es durch mehrfaches Begehen der dortigen Gegend gefunden habe.

Nördlich von Frankenberg beobachtete ich dieselben auf dem linken Ufer der Eder bei Schreufa, und zwar zwischen dem Nordabhang des Stätteberges und der Frankenberger Strasse, sowie auf dem linken Ufer der Nuhne auf der alten Strasse nach Viermünden. Im N. O. fanden sich die Konglomerate in ziemlicher Mächtigkeit von der Papiermühle bis über die Straße nach Geismar, an der Lehne und im Patersgrund. Südlich von Frankenberg auf dem linken Ufer der Eder ist das Auftreten der Konglomerate besonders an der neuen Eder- brücke und von da bis zur Köhlermühle, dann westlich von Roeddenau am Hainer Berg und bei Allendorf b/B. zu erwähnen. Auf dem rechten Ufer der Eder sind dieselben am Hünsterz, auf dem Kall und bei der Schiefermühle entwickelt. Südlich derselben sind die Konglomerate durch den Buntsandstein verdeckt und kommen erst am Balzerberg bei Bringhausen in großer Mächtigkeit zum Vorschein. Von da gehen dieselben ununterbrochen in südwestlicher Rich- tung dem rechten Ufer der Eder entlang über Rennertehausen, Battenfeld bis Battenberg. Von Battenberg aus gehen die Konglomerate genau südlich über Leisa, Ober- und Nieder- asphe, Treisbach bis unweit Brungershausen am Ostrande des Wollenberges. Von Niederasphe ziehen sich dieselben östlich bis Mittel-Simtshausen, von da südlich über Amönau, Wetter bis Goßfelden. Nördlich von Simtshausen an der Lohmühle bei Münchhausen beobachtete ich ebenfalls ein ausgedehntes Vorkommen von Rotliegendem, welches v. Dechen als Buntsandstein

) A. Leppla, über den Buntsandstein im Haardtgebirge. Geognostische Jahreshefte Bd. I. Kassel 1888. p. 39 64.