Aufsatz 
Die christlichen Ideen der Parzivaldichtung / von Bernhard Spiess
Entstehung
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ordentliche Lehrer Dr. Göpel, welcher einem ehrenvollen Rufe an die Gelehrtenschule des Johanneums zu Hamburg folgte.

Als Lehrer der Mathematik wurde mit dem Beginne des Wintersemesters der bis dahin am Real- progymnasium zu Bischweiler i. E. thätige Oberlehrer Julius Bücheler angestellt, welcher in die vakante dritte ordentliche Lehrerstelle von der Behörde berufen war. Ueber sein Leben gibt die nachstehende Mit- theilung Auskunft.

Julius Bücheler, geboren zu Rheinberg, Reg.-Bezirk Düsseldorf, am 6. December 1844, studirte, nachdem er zu Münster als Extraneus die Maturitätsprüfung bestanden hatte, von 1863 bis 1865 an den Universitäten zu Bonn und Freiburg i. B. und mit Unterbrechung während des Kriegsjahres 1866, in welchem er als Einjährig-Freiwilliger an den Kämpfen der Elbarmee Theil nahm, bis Ostern 1868 an der Königlichen Academie zu Münster hauptsächlich Mathematik und Naturwissenschaften. Nachdem er die Prüfung pro facultate docendi vor der wissenschaft- lichen Prüfungs-Commission zu Münster im November 1868 bestanden und das Probejahr an dem Apostel-Gymnasium zu Köln absolvirt hatte, wirkte er als Hülfslehrer an dem Marzellen-Gym- nasium daselbst von Herbst 1869 bis zum Ausbruch des Krieges 1870. In diesem machte er als Reserve-Unterofficier im 8. Rhein. Feldartillerie-Regiment die Schlacht bei Gravelotte, die Cer- nirung von Metz und die späteren Gefechte und Schlachten der I. Armee mit. Nach der Rück- kehr aus dem Feldzuge im Juli 1871 nahm er seine Thätigkeit am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Köln wieder auf und folgte Ostern 1872 einem Rufe als ordentlicher Lehrer an das Gymnasium zu Gebweiler i. E. Im Herbst 1875 an das Realprogymnasium zu Bischweiler versetzt und im Januar des folgenden Jahres zum Oberlehrer ernannt, verblieb er in dem dortigen Wirkungs- kreise bis zur Uebernahme der hiesigen Stelle.

Die durch das Ausscheiden des Gymnasiallehrers Dr. Göpel vakant gewordene letzte ordentliche Lehrerstelle verlieh das Königliche Provinzial-Schulkollegium dem seit Ostern 1876 am Gymnasium beschäf- tigten Hülfslehrer Dr. Widmann. Veber sein Leben folgen hier einige Angaben.

Simon Peter Widmann, Sohn des Rektors B. Widmann zu Frankfurt a. M., wurde daselbst geboren am 5. November 1851. Vorbereitet auf der Selektenschule(Progymnasium), trat er Ostern 1867 in die Obertertia des Gymnasiums ein. Ostern 1872 wurde er mit dem Zeugniss der Reife entlassen und widmete sich zu Leipzig und Göttingen dem Studium der klassischen und deutschen Philologie und der Geschichte. Auf letzterer Universität war er ordentliches Mitglied des Königlichen philologischen Seminars. Im August 1875 bestand er auf Grund seiner Disser- tationde finalium enuntiatorum usu Thucydideo das Doktorexamen und fertigte die schrift- lichen Arbeiten für das Staatsexamen an. Mit Erlaubniss des Königlichen Provinzial-Schulkollegs zu Cassel begann er sein Probejahr den 1. Oktober 1875 am Frankfurter Gymnasium. Am 19. Februar 1876 legte er in Göttingen die mündliche Prüfung pro facultate docendi ab und ging zu Ostern desselben Jahres zur Beendigung seines Probejahrs an das hiesige Gymnasium, woselbst er durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegs vom 8. August 1878 zum ordentlichen Lehrer befördert ward. Am 19. September 1878 wurde er durch den Direktor vereidigt.

In Folge der steigenden Frequenz des Gymnasiums und der dadurch bedingten Vermehrung der Zahl unserer Klassen war auch eine Vermehrung des Lehrerpersonals erforderlich geworden. Seine Excellenz der Herr Minister genehmigte daher, dass vom Beginne des Wintersemesters 1878 ab drei neue Lehrerstellen creirt wurden(für einen weiteren Oberlehrer, einen weiteren ordentlichen Lehrer und einen Hülfslehrer).

Die neu creirte(sechste) Oberlehrerstelle wurde dem bisherigen Titular-Oberlehrer Dr. Büsgen über- tragen, und rückten darauf die Collegen Dr. Adam, Bücheler, Dr. Spiess, Dr. Wesener, Dr. Scholz, Dr. Widmann in die resp. erste, zweite, dritte, vierte, fünfte und sechste ordentliche Lehrerstelle auf. Die siebente Stelle verlieh die Behörde dem Hülfslehrer Dr. Lohr, über dessen Leben im Nachstehenden berichtet wird.

Friedrich Lohr, Sohn des verstorbenen Pfarrers August Lohr, wurde geboren zu Cassel am 13. Oktober 1852. Er besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt von Ostern 1865 bis dahin 1871 und bezog dann die Universität Marburg, um Theologie und Philologie zu studiren. Hier war er ordentliches Mitglied des philologischen, kirchengeschichtlichen und katechetisch- homiletischen Seminars. Ein Jahr seiner Studienzeit brachte er in Leipzig zu. Im Mai des Jahres 1875 wurde ihm von der theologischen Facultät zu Marburg die facultas concionandi und am 4. August 1876 von der Königlichen Prüfungs-Commission ebendaselbst die facultas docendi ertheilt. In der Zwischenzeit erwarb er sich bei der philosophischen Facultät zu Marburg durch eine Dissertationde infinitivi apud Statium et Juvenalem usu die philosophische Doktorwürde. Mit Beginn des Wintersemesters 1876/77 wurde er dem hiesigen Gymnasium als Probecandidat über- wiesen und zugleich mit der Versehung einer Hülfslehrerstelle beauftragt. Durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegs vom 4. December 1878 wurde er zum ordentlichen Lehrer be- fördert und am 14. Januar 1879 Lurch den Direktor vereidigt.