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was hilft, und daß der Brauchbarſte der Beſte iſt. Und alles, was daraus folgt.“ Der Umgang Göthes mit Salzmann, Lerſe u. A. mochte dazu beitragen, ihn von einer gewiſſen Einſeitigkeit ſeiner bisherigen Richtung zu befreien, obgleich er ſich von dem gläubigen Gemüth des milden Jung Stilling noch lebhaft angezogen fühlte. Die kurz nach dieſer Zeit geſchriebenen Briefe eines Land⸗ geiſtlichen, auf die wir zurückkommen werden, zeigen, wie dieſer Umgang und die Straßburger Ein⸗ drücke überhaupt auch in Göthe wohl die Forderung des Jahrhunderts, die Toleranz, zum Bewußt⸗ ſein brachten, nicht aber die weſentlichen Grundlagen ſeines chriſtlichen Glaubens erſchütterten. Wenn Göthe in dieſen Briefen ein fertiges Bekenntniß aus jener Epoche niedergelegt hat, ſo 4 8 uns auch vergönnt, durch die von A. Schöll herausgegebenen Ephemeriden einen Blick in die re Werkſtätte ſeiner geiſtigen Thätigkeit in jener Zeit zu thun, und ihn auch bei ſeinen philo⸗ 4 Wehehen und theologiſchen Studien zu begleiten. Wir gewahren in dieſem Tagebuche einerſeits das Streben, ſich Alles klar und verſtändlich zu machen, andererſeits aber noch das Hinneigen zum 8 Myſtiſchen, das hier und da zum Pantheiſtiſchen übergeht. Als Früchte der Lectüre erſcheinen Sprüche aus Quintilian, Cicero, Plinius, Thomas a Kempis, Barclay u. A., welche ſich auf ethiſche Probleme beziehen; ein Zeugniß ernſteren philoſophiſchen Studiums gibt der Auszug aus Mendel⸗ ſohns Phädo, deſſen Gedankenentwickelung Göthe Schritt vor Schritt verfolgt und mit der des pla⸗ — rtoniſchen Phädo genau vergleicht. Wenn er hier dem Deismus zum erſtenmal begegnet, ſo geben dere Stellen aus Montesquieu und eine Anmerkung über des Malebranche recherche de la 4 té ſein Beſtreben kund, Philoſophie und Religion zu vermitteln, während Stellen aus Voltaires Rouſſeaus Schriften aufgezeichnet ſind, die ſich auf den Gegenſatz der Vernunftreligion und der 2 liven beziehen. Voltaires Oppoſition gegen das geoffenbarte Chriſtenthum widerſtrebt ihm, aber mit uſſeau ſympathiſirt er in den Anſichten, die ſich auf die Bekämpfung des Princips der Erbſünde Wiehen. Die in Frankfurt begonnenen myſtiſch⸗cabbaliſtiſchen Studien wurden auch in Straßburg och fortgeſetzt; Paracelſus, Thomas a Kempis, Agrippa von Nettesheim, Tauler, Peter Poiret nind in einzelnen Sätzen citirt, oder es veranlaſſen Stellen aus ihren Schriften ein Wort der 5 ipflichtung oder des Gegentheils. Wenn ſich aber in Bemerkungen zu Eitaten aus Cicero und ordano Bruno*) dies ſpeculative Streben noch mit einem gewiſſen Rückhalt dem Pantheis⸗
* Cumque omnia completa et referta sint aeterno sensu et mente divina, necesse est cognatione divi- norum animorum animos humanos commoveri. cic. de Divin. I. Ferner ſchreibt Göthe: Je ne suis pas du sentiment de Mr. Bayle à'égard de Jor. Brunus et je ne trouve ni d'impiété ni d'absurdité dans les passages, qu'il cite, quoique d'ailleurs je ne prétende pas d'excuser cet homme paradoxe.„Luno, Linfinito, lo ente e quello che è in tutto, e per tutto, anzi è l'istezzo Ubique. E che cossi la infinita dimenzione per non esser magnitudine coincide coll' individuo. Come la infinita moltitudine, per non esser numero, coincide coll unitâ. Giord. Brun. Epist. Ded. del Tratt. de la causa, principio e Uno.
— cCe passage meriteroit une explication et une recherche plus philosophiques que le disc. de Mr. Bayle. II est plus farile de prononcer un passage obscur et contrafre à nos notions que de le dé- chiffrer, et que de suivre les idées d'un grand homme. II'est de méme du passage oll II platsante


