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Zu Nro. 8
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Wenn der Weichſelbaum die duft'gen Blüthen ſchneit, Wenn die Störche kommen und der Guckul ſchreit, Wenn die Tauben girren, und die Bienen ſchwirren: Dann beginnt des Frühlings goldne Zeit.
Wenn die Wieſen ſchmückt der Blumen bunte Zier Und der Frühling ruft aus Buſch und Waldrevier, Wenn die Finken ſchlagen und zu Neſte tragen, Winkt des Frühlings ſüße Luſt auch mir.(C. Keil.) b) Ich ſtand auf Berges Halde, als heim die Sonne ging, Und ſah wie überm Walde des Abends Goldnetz hing. Des Himmels Wolken thauten der Erde Frieden zu; Bei Abendglocken⸗Lauten ging die Natur zur Ruh. Ich ſprach: O Herz, empfinde der Schöpfung Stille nun Und ſchick mit jedem Kinde der Flur dich auch, zu ruhn. Die Blumen alle ſchließen die Augen allgemach, Und alle Wellen fließen beſänftiget im Bach. Wer ſein ein Hüttchen nennet, ruht nun darin ſich aus, Und wen die Fremde trennet, den trägt ein Traum nach Haus.(Fr. Rückert.)
Recitativ. Da Jeſus geboren ward zu Bethlehem im jüdiſchen Lande, da kamen die Wei⸗ ſen vom Morgenlande gen Jeruſalem und beteten ihn an. Terzett. Woc iſt der neugeborne König der Juden? Wir haben ſeinen Stern geſehen und ſind gekommen, ihn anzubeten. Chor: Es wird ein Stern aus Jakob aufgeh'n und ein Scepter aus Israel kommen und wird zerſchmet⸗ tern Fürſten und Städte.— Wie ſchön leuchtet der Morgenſtern, o welch' ein Glanz geht auf vom Herrn, uns Licht und Troſt zu geben. Dein Wort, Jeſu, iſt die Klarheit, führt zur Wahr⸗ heit und zum Leben; wer kann dich genug erheben?


