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Ja sogar 10 Moren haben wir, nach der Lachmannschen Ausgabe in III. 30. 39.(III. 33. 39.
bei Haupt): non magna Amphiaraéae prosunt tibi fata—.— Zuweilen besteht der Anfang des Hexameter bis zur Penthemimeris hin aus einem einzigen Wort, z. B. V. 9. 1: Amphitryoniades qua tempestate juvencos— oder der ganze erste Halbvers des Pentameter besteht aus einem Wort, wie IV. 14. 14: Thermodontiacis turba, lavatur, aquis— und IV. 3. 2.: Bellerophontei qua fluit umor equi— und I. 20. 6: Thiodamanteo proximus ardor Hylae—.—
Worte von 7 und 6 Moren sind so häufig, dass es uns gar nicht erst nôthig scheint Beispiele hier anzuführen.(Vgl. Hertzberg Tom. I. p. 181.)—
Wie steht es nun nach dieser Seite hin mit dem Kallimachus?— Seine Verse haben sich gerade infolge ihrer Bildung aus möglichst langen Worten einen grossen Theil ihres Lobes mit ver- dient, wozu die griechische Sprache viel leichter ihm Gelegenheit bot als die lateinische dem Properz, da die griechischen Nomina, insbesondere die Eigennamen, an und für sich schon länger sind als die lateinischen.— Um von Worten mit 6 Moren, die in sämmtlichen Gedichten ganz gewöhnlich sind, zu schweigen, wir haben im Hymnus„eis τν( qᷣπ v. 179. ein Wort von sogar 12 Moren:
Auqιπσεεαιαεναυννεα 78G s νοωαα αάςραν—, von denen allerdings im Verse die beiden Moren des zu einer corripirt werden als vocalis ante vocalem.— 8 Moren in einem Wort finden sich im Hymnus„eis xον iαĩ⁷ v. 9;
Koites sreutſrντo. G65 nb5 9⁴νεε. 80αν ꝙν⁴ς àei. und öfter. 7 im 73. Epigramm v. 5.:„eiroves oiurε*οναααα. S. W. u. S. W.—
In der Verwendung von längeren Worten ist Properz sogar so weit gegangen, dass er selbst am Schluss der Distichen, wo später von den guten römischen Dichtern, besonders von Ovid, längere als zweisilbige Worte möglichst vermieden wurden, nach dem Beispiele des Kallimachus und überhaupt aller Alexandriner ganz ruhig seine drei- und mehrsilbigen Worte gebraucht hat. Sie finden sich aber mehr in den ersten Büchern seiner Elegien und werden immer seltener in den späteren Gedichten, ja hören im IV. und V. Buch ganz auf. Das Verhältniss gestaltet sich ohngefähr so, dass im I. Buche etwa 30 Procent, im II. Buch etwa 10 Procent, und im III. Buch 8 Procent von den drei- und mehrsilbigen Schlussworten der Distichen vorhanden sind, während, wie schon gesagt, im IV. und V. Buch nur zweisilbige Pentameterausgänge statthaben.— Es hat diese Erscheinung nach der Annahme der meisten Erklärer des Properz wohl darin ihren Grund, dass der Römer, als er zuerst anfing Gedichte zu schreiben, noch allzusehr von seinen alexandrinischen Vorbildern in der Verskunst sich abhängig machte und ihren Gebräuchen fester sich anschloss, später aber, durch eigene Dichter- praxis geübter und selbständiger geworden, und herausfühlend, dass jene Ausgänge mit dem Geist und dem Schwunge der Verse nicht harmonirten, und dass der Rhythmus an Weichheit, Leichtigkeit und Melodie dadurch einbüsste, von der ängstlichen Nachahmung der alexandrinischen Muster auch hierin sich emancipirt hat.—
Auch das ö Gα⁹εινινντοων d. h. den usus, die beiden Halbverse des Pentameters, unserem Reim


