Aufsatz 
Properz in seinem Verhältniss zu dem Alexandriner Kallimachus / Sperling
Entstehung
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das Herz kalt lassenden Glanz und an grösstmõöglichstem Gelehrtenthum Geschmack fand. Ganz anders aber sei die Sache gewesen bei den Elegien, die er für einen engeren Privatkreis gedichtet habe. Da habe er seine strenge Amtsmiene abgelegt und ein ganz anderes Gesicht aufgesetzt. Da habe Gott Amor selbst ihm die Stoffe zu seinen Liedern geboten und Phantasie und Begeisterung in ihm geweckt. Feiere doch auch das bekannte sepulcrale Epigramm(37. in Bentleys Recension): Barriαdε ααοα σe †εοες, ad εν αꝛd Eidöcos,&d oir ασeωννᷣναάόάιαν.

ihn als einen fidelen Zechgenossen. Wie aber? Sollte ein Dichter, wenn er überhaupt als Dichter etwas zu leisten im Stande ist, wirklich durch die verkehrte Geschmacksrichtung seiner Zeit so sich beirren lassen können, dass er aus purer Rücksichtsnahme auf diesen verdorbenen Geschmack alle seine Dichtervorzüge gewaltsam bei Seite drängen und Gedichte schmieden könnte, die bei Leuten, welche mit jenen Verirrungen nichts gemein haben, eher das Gefühl des Widerwillens als das der Freude erregen? Wir glauben es nicht. Der wahre Dichter, mag er sich bewegen, in welchen Stoffen der Poesie es immer sei, und mag auch allerlei Rücksicht bei Niederschreibung seines Gedichts ihn leiten, er muss und wird immer Spuren seines Dichtergenius zurücklassen. Wenn wir auch weit davon entfernt sind, jenen wegwerfenden Urtheilen zu applaudiren, die wir stellenweise über Kalli- machus antreffen, z. B. bei Suidas, wo unter dem Artikel XAεςμιάόαι berichtet wirdrbν ε Ka⁵i- ..εον eis eοαας ⁶⁴αςνν νν d,ν öcε ob au‿‿εςσαααααπναι ταον iνν οονεννμν eταμνιιμνέ ο d&a àνν 0- 1axod ad τ Giρiνᷣ αοεεππτινεεν, oder bei Lucian, der seiner negativen Natur entsprechend, die ihn fast Alles mit Spott und Satyre behandeln lässt, in seiner SchriftIIoò Sei 1oαοαοιαν αυνυενννει auch über die widrige, affectirte Schreibweise des Kallimachus sich lustig macht, so bleibt doch unsere Ansicht unerschüttert, dass Kallimachus des eigentlichen Dichtertalentes bar gewesen ist.

Und von einem solchen Mann soll ein Dichter wie Properz die Stoffe zu seinen Liedern ent- lehnt haben? Sind vielleicht dessen Elegien auch angelegt wie die Gedichte des Kallimachus? Man sehe nur, welcher Geist sie durchweht, welcher Schwung, welche Erhebung und Begeisterung sie trägt, mit welchem Reichthum der Phantasie der Dichter immer neue Bilder schafft, mit welchem Zartgefühl er alles Niedrige und Triviale sorgsam meidet. Alles das ist schlagender Beweis, dass man es mit einem Dichter zu thun hat, der wahrlich nicht benöthigt gewesen ist, bei Anderen eine Anleihe zu machen, um dem Leser etwas zu bieten. Es wird uns hier der Einwurf gemacht werden, dass manche Stellen in den Elegien des Properz ganz übereinstimmen mit Stellen im Kallimachus und diesem augenscheinlich nachgebildet seien. Sehen wir uns aber solche Stellen etwas näher an und fragen uns, ob sie denn wirklich nothwendigerweise eine Nachbildung des Kallimachus sein müssen. wenn sie auch noch so sehr seinen Machwerken ähnlich lauten.

Da sind zunächst die Verse(I. 9. 34.):

dicitur, quo pereas, saepe in amore levat. und(I. 18. 22.):

scribitur et vestris Cynthia corticibus., von denen der erste verglichen zu werden pflegt mit dem 67. Fragment(in der Bentleyschen Samm- lung) des Kallimachus:

20 οτοεσςσσσςοςνo⁶ειςmάoτα dαονιι⁴αοοσσιν να,

ia d Oιννπιανανανν ⁴μοωιοόαάι qeide 1⁴αν 7 dr, e dννοα σeωννιασιοοοωνõ 3VZ%οι⁹τσνe, rs 26†αάσ⁹ς

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