Aufsatz 
Properz in seinem Verhältniss zu dem Alexandriner Kallimachus / Sperling
Entstehung
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sed tamen exiguo quodcumque e pectore rivi . fluxerit, hoc patriae serviet omne meae. und, ähnlich wie Ovid in seinen Fasti, Gegenstände der einheimischen Geschichte und Sage behandelt (V. 1. 69.): sacra diesque et cognomina prisca locorum.

Ob in diesem Theil seiner Werke Properz den Aliα des Kallimachus, jenerreichen Mythen- lese oder Encyclopädie griechischer Alterthümer und Volkssagen, wo besonders Ursprünge von Städten, Kulten und heiligen Spielen erzählt waren(Bernhardy, Grundr. d. gr. Litt. dritte Bearb. II. 2. p. 723. Vgl. auch Anthol. Pal. VII. 42.) gefolgt sei, darüber ist man sich nicht einig. Da nämlich unter den Fragmenten, die als Airiæ bezeichnet werden, in dem Eruuoxοννννςμωαunter dem Worte ãoοτναοοσ namentlich eins erwähnt wird,

II ade deοεονασαα μνα τοςςσοο, ‧iυes

dàσσοον eiςαœeνσιςνᷣ welches auf den ersten Blick vermuthen lässt, dass das Ganze gar nicht in Distichen, sondern voll- ständig in Hexametern geschrieben war, so haben die beiden gelehrten Philologen Ernesti(ad Callim. fragm. p. 179.) und Valckenaer(de eleg. Callim. testim. p. 8.) ganz in Abrede gestellt, dass die Ais α überhaupt im elegischen Versmass geschrieben gewesen seien, so dass sich also hierin wenigstens Pro- perz an den Kallimachus auch nicht hätte anschliessen können. Sie sind darin aber nach unserer Meinung zu weit gegangen. Denn einmal ist in dem verstümmelten zweiten Verse aus dem eis- vεaive mit Leichtigkeit eisveg, conjicirt, wodurch er sich als der erste Halbvers eines Pentameter documentirt, und zweitens giebt es ja auch sonst noch Fragmente der Aiz«, die den Pentameter auf- weisen. So der Vers:

Obveney oiuceioetν 0de ννłM ²eοioν der beim Scholiasten zu Sophokles(Oed. Col. p. 280.) erwähnt wird(cf. Callim. fragm. a Bentl. coll. XXI.). Diesen haben Ernesti und Valckenaer nun freilich, um die Autorität jenes einen Prag- ments, auf welches sie fussen, aufrecht zu erhalten, aus der Reihe der Fragmente der Aizi« gestrichen und den Fragmenten anderer verloren gegangener Elegien zugewiesen. Aber ungerechtfertigter Weise, zumal für die jeden Sinn entbehrenden überlieferten Worte Kallαασe᷑ ε&ν πουυαι εσ(Stobaeus Serm. CXIV.) beim 11. Fragment Bentleys mit Leichtigkeit icio hergestellt ist. Es scheint uns demnach nicht mehr zu bestreiten zu sein, dass die Airiæ des Kallimachus elegisches Versmass hatten. Es hat ja doch auch noch Niemand bestritten, dass Ovids Fasti, die ebenfalls in Distichen geschrieben sind, eine Nachbildung der Alrix unseres Alexandriners seien. Wenn das Behauptete richtig ist, dann fällt auch die andere Annahme Valckenaers zusammen, jene Worte des Properz im dritten Buche(33. 31.)

tu Latiis Meropem musis imitere Philetan

et non inflati somnia Callimachi,

seien nicht auf die Alci des Kallimachus, sondern auf seine Liebeselegien zu beziehen.(cf. Valckenaer de eleg. Call. test. p. 11.) Aus welchen Gründen und mit welchem Rechte überhaupt diese Elegien des Kallimachus somnia genannt werden könnten, ist uns nicht recht klar. Und sicherlich würde der grosse Gelehrte über die Auslegung des Wortes somnia auch anders geurtheilt haben, wenn er an jenes Epigramm d06αντνν(214. in der Anthologie der biblioth. Palat.) gedacht hätte, wo zur Evidenz gezeigt wird, dass die somnia von den Alci« und von nichts anderem zu verstehen seien.