eines gleichsam aus den Fugen gegangenen Geistes erblickt(qoν⁵e eeornwola; ry Noru- pv); endlich XVIII. 37, wo er die Götterverhöhnung des Dicäarch, welcher überall, wo er landete der AGieix und IIæαν νονπν Altäre errichtete und diese gleich wie Götter ver- ehrte, aus einer rτννρονυ mπmς mωvolac hervorgegangen erklärt.— Diesen die Pietät des Polybius gegen die Götter darlegenden Stellen steht nun eine Reihe anderer gegenüber, an welchen eine wirklich rationalistische Anschauungsweise hervortritt. Dass diese hauptsächlich aus seiner pragmatischen Anschauung hervorgeht, zeigt auf das Deutlichste eine längere Stelle im Buch XXXVII. 4. Er geht davon aus, dass die Menschen der rorn und der elgaoévn zu viel Wirkung in öffentlichen und Privatsachen zuwiesen, und findet es wohl natürlich(eixoταια), dass man solche Erscheinungen, deren Ursache zu ergründen bei menschlicher Beschränktheit(&v0αᷣσνρσον 6vr⁊) schwer oder unmöglich wäre, 2z. B. beständige Regengüsse, Dürre, Frost, Missernte, Krankheiten u. s. w. auf die Gottheit oder die Tyche zurückführe. Er giebt es ferner zu, dass man in Betreff solcher dem Glau- ben der Menge nachgebend durch Gebet und Opfer die Gottheit zu versöhnen suche und sie befrage, was man thun müsse, um das Uebel zu beseitigen. Aber in Betreff der- jenigen Erscheinungen, deren Grund aufzufinden möglich sei, erklärt ey eine Beziehung auf die Gottheit für unnöthig. Er führt dazu mehrere Beispiele an, so die Abnahme der Bevölkerung in Griechenland, die allerdings auffallend sci, da das Land weder von anhaltenden Kriegen, noch Krankheiten heimgesucht worden wäre. Sein Pragmatismus aber erkennt die in den Verhältnissen und der Lebensweise der Griechen liegenden Ursachen, unter deren Wirkung sich das Uebel allmählig eingeschlichen habe und kommt zu dem Schlusse, dass man zur Beseitigung derselben nicht nöthig habe, die Götter zu befragen, auch keines Wahrsagers bedürfe, da es die Menschen durch von ihnen selbst getroffene Einrichtungen abstellen könnten.— Hierher gehört ferner die Anschauung, welche er von der Politik des Scipio hat. So schildert er(X. 5) die Art und Weise, wie dieser auf die Menge zu wirken verstand. Er erschien, sagt er, Allen als ein solcher, welcher im Traume und wachend mit den Göttern in Unterhandlung stehe(dua- 24 εοα m—τ%ε e), allein die ganze Macht, die er ausübte, war Ausfluss seines liebens- würdigen Wesens, das er noch obendrein mit einem religiösen Nimbus zu umgeben verstand(3zε& era Oetxc inνodo&ςα αν πρμαρπαισανσσ), um seine Zwecke um so leichter zu erreichen. Polybius durchschaut also das wirkliche Verhältniss und tadelt geradezu den Aberglauben der Menge, welche die Gründe der Verhältnisse nicht einzusehen ver- möchte und aus Mangel an Urtheil und Erfahrung das als Wirkung der Götter be- trachte, was Resultat menschlichen Denkens sei. Demselben Gedanken begegnen wir
Aufsatz
Untersuchungen über das Geschichtswerk des Polybius / ... Spangenberg
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